Die Vögel zwitschern laut in den Bäumen, während das Wasser sanft unter der Brücke plätschert. Ganz schön idyllisch hier! Doch das ist nicht der Grund, weshalb Petra Sperlbaum diesen Treffpunkt vorgeschlagen hat. Hier starten auch die Kindergeburtstage, die sie als „Wasserfrosch“ anbietet. Denn an der Rotbachmündung gibt‘s so viel zu entdecken – für kleine, aber auch für große Forscherinnen und Forscher! Bevor es aber ans Ufer geht, stellt sie erstmal ihre Begleiterin vor. „Das ist Luna“, sagt sie, „das ist mein Waldhund, der mittlerweile Generationen von Schulkindern kennt.“
Petra Sperlbaum ist mit Waldhund Luna schon seit Jahren im Einsatz, um Kinder für die Natur zu begeistern. Weil sie selbst das Thema einfach so sehr fasziniert! Das ist ihr schnell anzumerken, wenn sie allein ihre Ausbildungen aufzählt: Biologin, Naturerlebnispädagogin, Gewässerökologin, Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung... „Ich möchte Kindern zeigen, wie spannend MINT-Fächer sind“, erklärt sie. Deshalb bietet sie Veranstaltungen für den Naturschutzbund, die Emschergenossenschaft, den Kreis Wesel und eine Waldorfschule an. Und weil ihr das noch nicht reicht, hat sie ihr Unternehmen „Wasserfrosch“ gegründet.
Mit Karte und Kompass auf Schatzsuche
„Auf spielerische Weise Dinge zu vermitteln, macht einfach sehr viel Spaß“, sagt Petra Sperlbaum. Ein „Zeiger zur Bestimmung der Wasserqualität“ klingt erstmal abstrakt, aber wenn Kinder eine bestimmte Pflanze oder ein spezielles Tier finden, „dann ist es für sie spannend zu sehen, was man daraus ableiten kann.“ Zwei Stunden dauert ein Kindergeburtstag, das immer unter einem bestimmten Motto steht. „Auf den Spuren von Robin Hood“ ist die Gruppe beispielsweise unterwegs, wenn sie Abenteuer im Wald erleben möchte. Sie probieren sich im Bogenschießen, bauen Wackelbrücken oder lernen das Spurenlesen.

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Dabei ist Letzteres nicht immer ganz einfach... Die Kuhle im Boden? „Hier hat eine Eule ein Sandbad genommen“, weiß die Expertin. Oder natürlich erkennt sie auch, dass die Tannenzapfen von Eichhörnchen abgefressen wurden. Welcher Vogel gerade zwitschert? Nun, wie genau klingt er denn? So können sie gemeinsam die Antwort finden. Bei der „Schatzsuche“ dagegen sind die Kinder auf sich allein gestellt. Mit einer Karte und einem Kompass ausgestattet geht‘s über verschlungene Pfade, vorbei an dichtem Grün und ja, „das ist für manche echt ein bisschen aufregend“, erzählt sie.
Keine Angst vor nassen Schuhen!
Doch selbst, wer zu Beginn noch gewisse Berührungsängste hat, vergisst schon nach wenigen Minuten die eigenen Vorbehalte gegen dreckige Steine und die Angst vor nassen Schuhen... Das weiß Petra Sperlbaum nur allzu gut! Und deshalb geht sie einfach vor, hockt sich ans Ufer und dreht einen Stein um. Viel zu sehen gibt‘s nicht, oder? Von wegen! „Hier ist eine Bachflohkrebslarve“, sagt sie, „außerdem eine Eintagsfliegenlarve, eine Wasserassel und ein Rollegel!“ Spannend wäre es jetzt natürlich noch, wenn sie eine Wollhandkrabbe finden würde... Sie schwingt ihren Kescher durchs Wasser und ruft dann: „Ich habe ein Bein!“

Kindergeburtstage mit dem Wasserfrosch
Petra Sperlbaum bietet Kindergeburtstage zu unterschiedlichen Themen an. Preise teilt sie auf Anfrage mit: 0172/9553167 oder per E-Mail an ps@wasserfrosch-naturerlebnis.de
Weitere Informationen sind auch auf ihrer Homepage zu finden unter: www.wasserfrosch-naturerlebnis.de
Beim Forschen geht‘s natürlich auch immer darum, etwas über das Verhalten in der Natur zu lernen. Zum Beispiel: „Wir lassen die Tiere immer alle wieder zurück ins Wasser!“, betont Petra Sperlbaum. „Zuhause im Glas würden sie sterben.“ Stattdessen macht es aber doch sowieso viel mehr Spaß, mit offenen Augen durch die so spannende, so vielfältige Natur zu gehen... „Hier“, ruft sie plötzlich, „hier sind Stichlinge, ganz viele!“


