Es ist ein Moment, der sicherlich für viele verdutzte und überraschte Gesichter gesorgt hat – vor Ort in Tesero und vor den Bildschirmen zu Hause. Während sich im olympischen Langlaufstadion beim Team-Sprint der Frauen die Kroatin Tena Hadzic und die Griechin Konstantina Charalampidou der Ziellinie näherten, tauchte hinter ihnen plötzlich ein Vierbeiner auf der Piste auf: groß, graues Fell, aufgestellte Ohren. „Im ersten Moment dachte ich, es wäre ein Wolf und ich halluziniere aufgrund des anstrengenden Rennens. Er war extrem groß, und als ich vorbeilief, hatte ich Angst, dass er mich vielleicht beißt“, sagte Hadzic der Bild-Zeitung im Ziel.

Hund läuft auf Olympia-Loipe: Tier trug ein Halsband

Angekommen im Ziel mischte sich das Tier – das sogar das Fotofinish ausgelöst hat – sofort unters Volk, verhielt sich zutraulich, beschnupperte eine Sportlerin und schaute sich aufmerksam um. Was die TV-Aufnahmen auch zeigen: Das Tier trägt ein Halsband. Bei dem Vierbeiner handelt es sich schließlich nicht um einen Wolf, sondern um einen Hund. Möglicherweise gehört er zu einem der Zuschauer und war ihm entlaufen. Im Ziel ließ sich der Vierbeiner dann ohne Probleme von FIS-Streckenchef Michel Rainer einfangen und aus dem Zielbereich bringen.

Olympische Winterspiele 2026
Auf dem Weg ins Ziel: Der Hund, der am Mittwoch auf der Langlauf-Zielgeraden auftauchte, sieht einem Wolf zum Verwechseln ähnlich.© Terje Pedersen/NTB/dpa | Terje Pedersen

„Zum Glück war er ganz brav. Er verfolgte die Kamera auf der Zielgeraden, war süß und hat das Rennen zum Glück auch nicht gestört. Es war lustig. Er hat mich das Rennen vergessen lassen, denn es war nicht gut. Dank ihm bin ich jetzt berühmt, deshalb muss ich ihm danken“, kommentierte Charalampidou das Spektakel.

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Diese Hundearten sehen Wölfen ähnlich

Je nach Rasse kann der beste Freund des Menschen einem Wolf sehr ähnlich sehen, „gerade aus der Entfernung und bei schlechten Witterungsbedingungen“, sagt Katharina Stenglein, Wolfsexpertin des BUND NRW. Gerade der tschechoslowakische Wolfshund teilt sehr viele äußerliche Merkmale mit dem Raubtier, von der Größe bis zu den stehenden, dreieckigen Ohren. Aber auch der Tamaskan und bestimmte Schäferhunde kommen optisch nah an den Wolf heran. Unterscheiden lasse sich ein Wolf unter anderem am herabhängenden Schwanz mit schwarzer Spitze und der geraden Rücken- und Bauchlinie.

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Und auch das Verhalten des Tieres kann bei der Unterscheidung helfen. Denn während Wölfe sich generell nur selten Menschen nähern, dabei dann oft hektisch und sprunghaft wirken, verhalten sich Hunde – wie auch der Olympia-Hund – Menschen gegenüber in der Regel zutraulicher.