Erinnern Sie sich noch an das Präventionsparadoxon? Mit Beginn der Corona-Pandemie ist es populär geworden. Es beschreibt das Dilemma zwischen getroffenen Maßnahmen und dem spürbaren Nutzen für einzelne Menschen. Kurz gesagt: Wenn Prävention funktioniert, passiert nichts Schlimmes. Und ein bisschen ist das auch so mit dem Lokaljournalismus und dem Nutzen für unsere Demokratie.
Ein funktionierender Lokaljournalismus sorgt dafür, dass nichts im Dunkeln bleibt. Dass Entscheidungen in der Politik, Entwicklungen in der Wirtschaft und Stimmungen in der Stadtgesellschaft aufgegriffen, erklärt und manchmal auch bewertet werden. Würde es das nicht geben, würde etwas Wichtiges fehlen. Darauf wollen wir am 5. Mai, dem Tag des Lokaljournalismus, aufmerksam machen.
Was passiert, wenn kein Lokaljournalist mehr hinsieht
Wir bei der NRZ glauben, dass seriöser Lokaljournalismus wichtiger ist denn je. Weil falsche Gerüchte in sozialen Medien sich rasend schnell verbreiten können. Weil nachweislich die Korruption steigt, sobald kein Journalist mehr ein waches Auge auf die Lokalpolitik hat. Und weil Feinde unserer Demokratie längst eigene Medien mit eigener Agenda etabliert haben.
Es braucht mehr als Algorithmen, die auf Übertreibungen besonders gerne anspringen, und es braucht in Zeiten von KI jemanden, der mit Menschen spricht, nachhakt, Neues herausfindet.
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