Auf ein langes Leben zurückzublicken und sagen zu können, ich hatte Glück, passiert nicht vielen Menschen. Werner Feuerstein ist vor ein paar Tagen 103 geworden und sagt genau das. Viel Spaß beim Lesen dieser und anderer inspirierender Geschichten.

103-Jähriger ist überzeugt: „Ich habe im Leben ein glückliches Händchen bewiesen“

103. Geburtstag von Werner Feuerstein
Werner Feuerstein hat seinen 103. Geburtstag im Kreis seiner Familie gefeiert.© FUNKE Foto Services | Rainer Hoheisel

Werner Feuerstein aus Dinslaken hat es gut gehabt in seinem Leben. Das sagt der 103-Jährige zu seinem Geburtstag und blickt zurück: auf eine lange und glückliche Ehe, Erfolg im Job und einen erfüllten Ruhestand. Begonnen hatte das mit dem Glück schon früh: „Im Krieg habe ich mich zur Marine gemeldet und kam in den Westen“, erzählt Werner Feuerstein. „Die Bekannten und Freunde, die zur Infanterie kamen, mussten an die Ostfront und sind in Russland gefallen oder kamen in russische Gefangenschaft.“ Nach dem Krieg begegnete er seiner Frau: „Ich war sofort verliebt“ – und blieb es für mehr als 75 Jahre, bis zu ihrem Tod.

Seltener als ein Lottogewinn: Besondere Drillingsgeburt überrascht Ärzte in Düsseldorf

Drillinge, Uniklinik Düsseldorf
Kexin Daisy, Keyi Amelia und Kerui Nora wurden in der Uniklinik Düsseldorf geboren. Hier sind sie mit Mutter Dan Wang (l.), der Großmutter der Kinder und Vater Kai Wan.© Uniklinik Düsseldorf

In Düsseldorf wurden im April eineiige Drillinge mit gemeinsamer Plazenta geboren, eine sehr seltene Form der Mehrlingsschwangerschaft. „Wie selten es genau vorkommt, ist schwer zu sagen: Sehr wahrscheinlich weniger als fünfmal im Jahr in ganz Deutschland“, erklärt Pränatalmediziner Dr. Gabriele Bizjak. Die Schwangerschaft wurde engmaschig überwacht, da solche Fälle als Hochrisiko gelten und Komplikationen drohen können. Die drei Mädchen Kexin Daisy, Keyi Amelia und Kerui Nora kamen in der 33. Woche in der Uniklinik per Kaiserschnitt zur Welt und entwickeln sich nach kurzer Intensivbehandlung gut.

Alpakas am Schloss: Landcafé bietet hausgemachte Torten und tierische Nachbarn

Land Cafe Alpaka am Schloss
Gabi und Wolfgang Rasim betreiben das Landcafé mit Boutique und Alpakas am Schloss Ringenberg. © FUNKE Foto Services | Thorsten Lindekamp

Wolfgang und Gabi Rasim betreiben in Hamminkeln ein idyllisches Landcafé mit selbst gebackenen Torten, direkt neben Schloss Ringenberg. Auf der Wiese vor dem Café grasen friedlich Alpakas. „Wir haben beide bei Thyssen gearbeitet und waren 2008 auf der Suche nach einem passenden Objekt, von dem wir zur Arbeit fahren können. Hier sind wir fündig geworden“, erzählt Wolfgang Rasim von den Anfängen. Der ehemalige Thyssenkrupp-Direktor hat das Backen als neue Leidenschaft entdeckt und bietet laktosefreie sowie glutenfreie Torten-Varianten an. Die Alpakawolle wird in einer angeschlossenen Boutique verkauft.

Fischotter wieder an die Lippe zurückgekehrt – Tier galt in NRW lange als ausgerottet

Fischotter (Lutra lutra), sitzt auf Uferbefestigung, Niedersachsen, Deutschland, Europa *** Otter Lutra lutra , sitting
Zurück in NRW: Seit 1966 galt der Fischotter in NRW als ausgestorben, weil er für sein dichtes Fell und auch sein Fleisch gejagt wurde. Seit einigen Jahren wird er wieder beobachtet – nun auch an der Lippe.© imago images/imagebroker | imago classic

Eine gute Nachricht aus der Tierwelt: Der vom Aussterben bedrohte Fischotter ist nach Renaturierungsmaßnahmen wieder an der Lippe heimisch. Fachleute haben den „Wassermarder“ an mehreren Flussabschnitten nachgewiesen und erwarten eine weitere Ausbreitung. Die Rückkehr des Fischotters zeige die Verbesserung der Gewässerqualität und stärke das ökologische Gleichgewicht, so der Lippeverband. Der eurasische Fischotter ist ein Säuger aus der Familie der Marder. Er steht in Deutschland unter strengem Schutz und galt in NRW jahrzehntelang als ausgestorben.

Ex-Kaufhof in Wesel: Geheimnis um weitere Ankermieter ist gelüftet 

Das Kaufhof-Gebäude in der Weseler Innenstadt wird aktuell weiter saniert.
Das Kaufhof-Gebäude in der Weseler Innenstadt wird aktuell weiter saniert. © FUNKE Foto Services | Markus Weißenfels

Ein Happy End für die Weseler Innenstadt: Nach dem Aus von Kaufhof vor drei Jahren ist wieder Leben in dem Gebäude. Jetzt wurde auch das Geheimnis um die letzten Mieter gelüftet. Sieben sind es insgesamt. Unter anderem werden neben einem Discounter sowie Geschäften für Textil und Drogerie auch ein Elektronikmarkt einziehen, nachdem 2019 Saturn die Weseler Innenstadt verlassen hatte. „Viele Menschen werden kommen und Kaufkraft nach Wesel bringen“, hofft Bürgermeister Rainer Benien. H&M behält seine gut 2100 Quadratmeter große Fläche. 

Stricken als Lebenshilfe: Wie Handarbeit Angela Epping Kraft gegeben hat

Stricken Rees
Ihr Strickzeug hat Angela Epping fast immer dabei. Am 13. Juni in Rees freut sie sich auf viele Freunde der Handarbeit.© PZT | Petra Zellhofer-Trausch

Wenn Angela Epping strickt, dann eigentlich überall. Im Wartezimmer beim Arzt. Am See im Sommer. Auf Wanderungen. Im Café – und bald auch mitten auf dem Reeser Marktplatz. Die 45-Jährige organisiert am 13. Juni den „World Wide Craft in Public Day“ – einen öffentlichen Handarbeits-Flashmob unter freiem Himmel. Jeder darf mitmachen, kostenlos und ganz unkompliziert: Klappstuhl schnappen, Strick- oder Häkelprojekt einpacken und dazusetzen. „Ich habe eigentlich immer mein Strickzeug dabei“, erzählt die gebürtige Reeserin. „Das war schon immer so.“ Sie hofft am 13. Juni auf viele schöne Begegnungen. Es gehe ihr darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Volunteers beim Moers Festival: Ehepaar begeistert vom gemeinsamen Spirit

Die Volunteers Rüdiger Klueß und Claudia Wickenburg-Klueß arbeiten an Bänken für das Moers Festival.
Die Volunteers Rüdiger Klueß und Claudia Wickenburg-Klueß arbeiten an Bänken für das Moers Festival.© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Rund 80 Freiwillige sorgen beim Moers Festival hinter den Kulissen für reibungslose Abläufe. Claudia Wickenburg-Klueß und Ehemann Rüdiger sind zwei von ihnen. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die beiden als Volunteers mithelfen. Während die 69-Jährige von dem kommunikativen und kreativen Potenzial der Jazzmusik schwärmt, schätzt ihr Mann die gemeinschaftliche Atmosphäre und das gemeinsame Anpacken. „Es tut gut, auch mit Jüngeren zusammenzuarbeiten“, freut sich Rüdiger Klueß. Die Aufgaben sind vielfältig – vom Programmheft-Zusammenlegen bis zu Schreinerarbeiten. Das Ehepaar freut sich wie jedes Jahr besonders auf die Live-Sessions. Der Pfingstmontag ist für beide außerdem ein besonderer Tag: Sie feiern ihre Smaragdhochzeit.