In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk ist eine Prothesen-Werkstatt eröffnet worden, die mit finanzieller Unterstützung des Landes aufgebaut wurde. Die Werkstatt sei ein „Ort der Hoffnung für viele schwerverletzte Menschen“ in der Region, so Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski (CDU).
Infolge des mehr als vier Jahre andauernden russischen Angriffskrieges erleiden immer wieder Soldaten und Zivilisten in der Ukraine Verletzungen, die zu Amputationen von Gliedmaßen führen. Weit mehr als 100.000 Menschen sollen mittlerweile betroffen sein. In der Umgebung der Millionenstadt Dnipropetrowsk werden einige von ihnen im Reha-Zentrum „Solonyy Lyman“ prothetisch versorgt.
Die Werkstatt ist ein Ort der Hoffnung für viele schwerverletzte Menschen“
Nathanael Liminski (CDU), Staatskanzlei-Chef, NRW-Minister für Europa und Internationales
Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) konnte in dem Zentrum jetzt eine Werkstatt mit fünf voll ausgestatteten Arbeitsplätzen eröffnet werden, an denen zehn international zertifizierte Techniker Prothesen herstellen und anpassen. NRW hat das Projekt mit 750.000 Euro finanziert, das Bundesentwicklungsministerium hat es mit zusätzlichen 500.000 Euro gefördert, wie die Staatskanzlei mitteilt.
Kooperation mit BG Klinikum in Duisburg
Zudem sei ein Fachaustausch zwischen dem ukrainischen Reha-Zentrum und dem BG Klinikum Duisburg etabliert worden. Dabei gehe es unter anderem um ganzheitliche Rehabilitations-Strategien und die Frage, mit welchen Nachsorge-Ansätzen eine Wiedereingliederung der Betroffenen ins soziale und berufliche Leben gelingen kann, so die Staatskanzlei weiter.
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Staatskanzlei-Chef Liminski hatte sich im Juni 2025 bei einem Besuch der Baustelle selbst vor Ort ein Bild von dem Projekt gemacht. „Wer eine passende Prothese erhält, gewinnt weit mehr als Mobilität zurück – oft ist es die Chance auf eine Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben“, so der CDU-Politiker, der auch NRW-Minister für Europaangelegenheiten und Internationales ist. „Gleichzeitig schmerzt es, dass es überhaupt eine solche Werkstatt braucht.“
Liminski: Amputationen zeigen „Grausamkeit des russischen Angriffskrieges“
Die hohe Zahl an Amputationen in der Ukraine zeige einmal mehr „die ganze Grausamkeit des russischen Angriffskrieges“, so Liminski. Umso wichtiger sei es, die Ukraine dabei zu unterstützen, „immer wieder aufzustehen, die Not der Menschen zu lindern und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken“. Die Landesregierung werde im Rahmen ihrer Regionalpartnerschaft mit Dnipropetrowsk „der menschenverachtenden Brutalität des russischen Angriffskrieges weiter tatkräftige Mitmenschlichkeit entgegensetzen“, betonte der Christdemokrat.




