Als „McSexy“ brach Eric Dane in der Krankenhausserie „Grey‘s Anatomy“ die Herzen, bis seine Figur – der Chirurg Dr. Mark Sloan – bei einem Flugzeugabsturz starb. Danach folgten weitere Rollen in verschiedenen Serien und Filmen.

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Jetzt ist der US-Schauspieler im Alter von 53 Jahren gestorben. „Schweren Herzens geben wir bekannt, dass Eric Dane am Donnerstagnachmittag nach einem mutigen Kampf gegen ALS verstorben ist“, zitierten der Sender CBS und andere US-Medien aus einer Erklärung seiner Familie. Dane hatte im April 2025 bekannt gegeben, dass bei ihm die unheilbare Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert wurde.
Als Dane die ALS-Diagnose bekanntgab, sagte er dem US-Magazin „People“: „Ich bin dankbar, dass meine liebevolle Familie an meiner Seite ist, wenn wir dieses nächste Kapitel meistern.“ 2004 hatte er die Schauspielerin Rebecca Gayheart geheiratet, die gemeinsamen Töchter wurden 2010 und 2011 geboren. Nach 14 Jahren Ehe reichte Gayheart die Scheidung ein, zog den Antrag aber später wieder zurück.
Eric Dane über ALS: „Genau deswegen schreibe ich dieses Buch“
Sie seien kein Paar mehr, aber sie würden als Familie zusammenhalten und gemeinsam gegen die Krankheit kämpfen, schrieb Gayheart im Dezember 2025 in einem Beitrag in der New Yorker Zeitschrift „The Cut“. Darin berichtete sie auch, dass Dane inzwischen rund um die Uhr betreut werden müsse.
Im Dezember hatte Dane angekündigt, seine Memoiren mit dem Titel „Book of Days: A Memoir in Moments“ schreiben zu wollen. „Jeden Morgen beim Aufwachen ist mir sofort klar, dass dies die Realität ist – diese Krankheit, diese Herausforderung – und genau deswegen schreibe ich dieses Buch“, sagte Dane in einer Mitteilung. Er wolle die Leser daran erinnern, jeden Moment aus vollem Herzen zu leben. Zu diesem Zeitpunkt war Dane bereits auf einen Rollstuhl angewiesen.
Eric Dane war nicht der einzige Prominente, der an der unheilbaren Krankheit ALS leidet. Bei dem Physiker Stephen Hawking wurde bereits im Alter von 21 Jahren Amyotrophe Lateralsklerose diagnostiziert. Trotz der fortschreitenden Krankheit war er von 1979 bis 2009 Professor für Mathematik an der Universität Cambridge. Hawking verstarb 2018. Die Schauspielerin Sandra Bullock erlebte 2023 den Verlust ihres Partners Bryan Randall, der nach drei Jahren mit der Krankheit verstarb. Randall wurde 57 Jahre alt.
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Das ist die Krankheit ALS
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine schwerwiegende und fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die sowohl das zentrale als auch das periphere Nervensystem betrifft. Bei ALS kommt es zum Absterben der motorischen Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark, die für die Steuerung der Muskeln verantwortlich sind. Diese Schädigung führt zu einer zunehmenden Schwäche der Muskulatur und schließlich zu Lähmungen. Die genaue Ursache von ALS ist bislang unbekannt, mit Ausnahme der seltenen erblichen Formen.
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Die Krankheit tritt meist im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auf, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Sie beginnt oft mit Muskelschwäche und -krämpfen in bestimmten Körperregionen, etwa den Händen oder Füßen, und breitet sich dann langsam auf andere Muskeln aus. Zu den typischen Symptomen gehören unwillkürliche Muskelzuckungen, auch Faszikulationen genannt, sowie Schmerzen durch Muskelkrämpfe. In späteren Stadien beeinträchtigt die Erkrankung auch die Atemmuskulatur und kann zu Problemen beim Sprechen, Kauen und Schlucken führen.
Wie ALS den Körper beeinflusst und welche Prognose besteht
Während ALS das motorische Nervensystem betrifft, bleiben andere neurologische Funktionen wie Sehen, Hören oder das Fühlen von Berührungen in der Regel erhalten. In etwa fünf Prozent der Fälle entwickeln Patienten eine Form der Demenz, die sich durch Veränderungen in der Kognition und im Verhalten äußert.
Die Lebenserwartung nach der Diagnose von ALS ist meist stark verkürzt, im Durchschnitt leben Patienten nur drei bis vier Jahre nach Beginn der Symptome. In sehr seltenen Fällen kann die Krankheit jedoch auch über Jahrzehnte hinweg einen langsameren Verlauf nehmen. Es gibt derzeit keine Heilung für ALS, und die Behandlung konzentriert sich hauptsächlich auf die Linderung von Symptomen und die Verbesserung der Lebensqualität.
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So wird ALS diagnostiziert
Die Diagnose von ALS ist komplex und erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst untersucht ein Neurologe den Patienten klinisch, wobei besonderes Augenmerk auf die Muskulatur, Reflexe und die Funktion von Sprache und Atmung gelegt wird. Zusatzuntersuchungen wie die Elektromyografie (EMG) und bildgebende Verfahren wie MRTs sind wichtig, um den Verlauf der Krankheit zu bestätigen und andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können.
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Trotz der Fortschritte in der Diagnostik gibt es derzeit keine spezifischen Tests, um ALS frühzeitig zu erkennen, weshalb die Forschung an Biomarkern, die eine frühzeitige Diagnose ermöglichen könnten, intensiv vorangetrieben wird.
mit AFP/dpa

























