Nichts verändert eine Beziehung so nachhaltig wie die Geburt des ersten Kindes. Wenn aus zwei Menschen plötzlich drei werden, verschieben sich jegliche Prioritäten. Aus dem Liebespaar wird ein Elternpaar und das gemeinsame Leben, so wie man es bisher kannte, ist mit einem Schlag vorbei.

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Ein FUNKE Liebe

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Elternschaft ist eine Reise, die man sich vorher gar nicht richtig vorstellen kann, egal wie sehr man sich darauf vorbereitet. Das weiß auch unsere Autorin Alina Juravel. In dieser Ausgabe unseres Beziehungs-Newsletters „Ein FUNKE Liebe“ erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen und verrät, was ihr geholfen hat, vor allem das erste Babyjahr gut zu überstehen.

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Als ich schwanger war, hatte ich eine rosarote Brille auf. Ich schwebte wie ein Schmetterling durch die neun Monate, in denen mein Bauch immer runder wurde. Ich hatte weder Angst vor der Geburt noch vor dem neuen Familienalltag. Wahrscheinlich waren es die ganzen Hormone, die mich komplett optimistisch stimmten – oder die Hollywoodfilme hatten mich doch zu sehr beeinflusst. Viele Menschen, und dazu zählte auch ich, haben nun mal diese romantische Vorstellung, dass ein Baby die absolute Krönung einer Liebe ist.

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Vor allem das erste Jahr mit Baby belastet viele Beziehungen

Dann wurden mein Partner und ich Eltern und plötzlich holte uns die Realität ein: schlaflose Nächte, viele neue Aufgaben, fehlende Zeit zu zweit. Wir stritten auf einmal so viel wie nie zuvor. Wenn man nicht schläft und rund um die Uhr einen Säugling versorgen muss, kann schon ein falsches Wort zu einem Nervenzusammenbruch führen.

Es ist gar nicht so einfach, nicht nur als Eltern zu funktionieren, sondern auch als Liebespaar zu bestehen. Vor allem das erste Jahr mit Baby, und da spreche ich aus Erfahrung, ist nicht nur überwältigend schön, sondern auch unfassbar kräftezehrend. So kräftezehrend, dass viele Paare daran scheitern. Etwa die Hälfte aller Paare, die sich scheiden lassen, haben laut der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamts minderjährige Kinder. Laut „Spiegel“ trennen sich 40 Prozent der betroffenen Paare sogar binnen eines Jahres nach der Geburt des ersten Kindes.

Mittlerweile kenne ich mehrere getrennte Mütter und Väter. Manche haben noch ein paar Jahre zusammen ausgehalten, andere trennten sich wenige Monate nach der Geburt. Aufgrund dieser Tatsache habe ich mich gefragt, ob wir heutzutage mit falschen Erwartungen an das Kinderkriegen herangehen. Um das herauszufinden, habe ich mit Ilka Hoffmann-Bisinger ein interessantes Gespräch geführt. Die Berliner Psychologin berät Paare in Krisen. Viele davon kommen zu ihr, nachdem sie Nachwuchs bekommen haben und mit ihrer neuen Rolle als Eltern überfordert sind.

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Alina Juravel schreibt den Beziehungs-Newsletter „Ein FUNKE Liebe“ und ist Redakteurin im Ressort Leben der FUNKE Zentralredaktion.

Trennung mit Kind(ern): Darauf sollte man besonders achten

Die Psychologin hat mir erzählt, warum manche zwar noch super als Elternteam funktionieren, sich aber als Liebende verlieren. Die Expertin hat mir außerdem konkrete Tipps verraten, wie man es schaffen kann, wieder zueinander zu finden.

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Natürlich klappt es nicht immer. Und oft wird eine unglückliche Beziehung sogar der Kinder wegen noch über Jahre hinweg aufrechterhalten – manchmal bewusst so lange, bis diese aus dem Haus sind. Warum aber genau das noch mehr belastet und oft auch den Kindern nicht guttut, hat meine Kollegin Helena Düll recherchiert und dafür mit Psychologin Yvonne C. Beuckens gesprochen. Sie gibt sieben konkrete Tipps, worauf man bei einer Trennung mit Kindern achten sollte.

Ein Tipp, der im ersten Babyjahr zum Gamechanger wurde

Für mich und meinen Partner wurde es nach dem ersten Babyjahr übrigens deutlich leichter. Ein Tipp, der uns in dieser Zeit besonders gut geholfen hat, waren getrennte Schlafzimmer. Auch wenn es alles andere als romantisch klingt, war es für uns ein Gamechanger. Einer konnte beim Baby schlafen, der andere hatte eine ruhige Nacht. Dann wurde wieder gewechselt. Es bringt nämlich nichts, wenn beide Elternteile erschöpft sind.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Hat der Nachwuchs auch Ihre Beziehung verändert? Und wenn ja, inwiefern? Erzählen Sie es mir. Auch wenn Sie Kritik haben oder auch Anregungen, freue ich mich über eine Mail an alina.juravel@funkemedien.de

„Ein FUNKE Liebe“

Der Newsletter „Ein FUNKE Liebe“ liefert alle zwei Wochen, immer sonntags, spannende, berührende und manchmal auch provokante Texte rund um das Thema Partnerschaft direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Ob es um den Wunsch nach mehr Nähe oder den Mut zur Trennung geht, um Probleme im Bett, einen unerfüllten Kinderwunsch oder den Alltag mit Kindern – bei „Ein FUNKE Liebe“ werden Beziehungsthemen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet – mit persönlichen Erfahrungen, Expertenwissen und Tipps für Leserinnen und Leser.