„Mein Leben ist die Hölle“ – mit solchen deprimierenden Aussagen begeistert Bernd das Brot seit über 20 Jahren das deutsche Fernsehpublikum. Nun hat es die grummelnde Kult-Figur über den Atlantik geschafft: In der US-Satiresendung „Last Week Tonight“ feierte Moderator John Oliver am Sonntagabend das depressive Kastenbrot – und machte es kurzerhand einem Millionenpublikum bekannt.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Oliver zeigte in der Sendung mehrere Clips, in denen Bernd seine Freunde anmeckert oder sein Schicksal beklagt. „Das ist wirklich für Kinder gedacht“, witzelte der gebürtige Brite. Die Figur sei „fatalistisch, unsozial und chronisch depressiv“ – und zugleich „das Deutscheste, was ich je gesehen habe“.
Auch interessant
Bernd das Brot in den USA: Kult-Figur ließ John Oliver abblitzen
Sogar die legendäre Entführung einer Bernd-Statue im Jahr 2009 in Erfurt griff die Sendung auf. Damals hatten Unbekannte die knapp zwei Meter große und 125 Kilogramm schwere Statue direkt vor dem Rathaus gekidnappt. Tage später entdeckten Polizisten das Maskottchen im Keller eines alten Kasernengebäudes in Nohra und trugen es ins Freie – ein Bild, das Oliver nun in seiner Show präsentierte. Dazu sein Kommentar: „Wenn ich sterbe, dann will ich einen Sarg, der genau wie Bernd aussieht!“
Die Amis entdecken Bernd das Brot…. und es ist unfassbar lustig. pic.twitter.com/B1iwjdHbWx
— Nils Ahrensmeier (@NilsAhrDE) 22. September 2025
Auch Bernds Schöpfer, Autor und Komiker Tommy Krappweis, kam in einem Video kurz zu Wort, um die Hintergründe der Figur zu erklären. Im Februar 2000 lief die erste Folge mit dem grummeligen Brot im Kinderkanal Kika von ARD und ZDF. Ursprünglich sollte die Figur lediglich das Nachtprogramm des Kinderkanals füllen. Doch mit seinem stoischen Blick und einsilbigen Kommentaren wurde Bernd schnell Kult – bei Kindern und Erwachsenen.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Das US-Publikum bekam davon am Ende der Sendung sogar eine Kostprobe: John Oliver durfte persönlich mit dem schlecht gelaunten Brot sprechen. Der Moderator schwärmte, er sei ein riesiger Fan des Brots. Doch das blieb ganz seiner Linie treu, ließ Oliver abblitzen und verabschiedete sich mit dem ikonischen Satz: „My life is hell“.










