Der Yosemite Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien wird oft als Paradies für Kletterer beschrieben. Für den 23-jährigen Alpinisten Balin Miller wurde er zur tragischen Endstation seines Lebens, berichtet die „Welt“. Am legendären Felsen El Capitan, einer der begehrtesten Herausforderungen der Kletterszene, verunglückte Miller tödlich. „Er kletterte seit seiner Kindheit“, sagte die Mutter des Verstorbenen am Mittwoch. „Sein Herz und seine Seele gehörten ganz dem Klettern“.
Tödlicher Absturz im „Lead-Rope-Solo“
Der tragische Unfall soll sich auf der 730 Meter hohen Route „Sea of Dreams“, im sogenannten Lead-Rope-Solo ereignet haben. Bei dieser Technik muss sich der Kletterer im Vorstieg selbst sichern. Wie Millers Bruder erzählt, hatte Balin bereits den Aufstieg gemeistert und war dabei, seine Ausrüstung hochzuziehen, als es zu der Tragödie kam. „Ich bin sein älterer Bruder, aber er war mein Mentor“, sagte er.
Der 23-jährige Balin Miller war am Mittwoch live auf TikTok zu sehen, als er den Monolithen erklomm – und wenig später in die Tiefe stürzte, wie „BBC“ berichtet. Die Parkverwaltung des Yosemite Nationalparks kündigte an, den Vorfall sorgfältig zu prüfen. Park Ranger und Rettungskräfte hätten sofort reagiert.
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Der 23-Jährige war kein Unbekannter in der Welt des Alpinismus. Im Juni sorgte er international für Aufsehen, als er die anspruchsvolle „Slovak Direct“-Route am Mount McKinley als erster Kletterer im Alleingang bezwang. Diese Höchstleistung brachte er in 56 Stunden, wie er auf Instagram mitteilte.
El Capitan gehört zu den bekanntesten Felsformationen im Yosemite Nationalpark. Die rund 915 Meter hohe, steil aufragende Granitwand ist ein beliebtes Ziel für Kletterer aus aller Welt.





