Es ist der Albtraum jeder Eltern. Im vergangenen November waren vier Teenager im US-Bundesstaat Kalifornien in einem Tesla Cybertruck verunglückt. Der 19-jährige Soren Dixon fuhr den Wagen in eine Stützmauer und das Auto fing Feuer. Ein Insasse, Jordan Miller, konnte den Flammen entkommen, weil ein Passant ihm aus dem Fahrzeug half. Dixon und zwei weitere Studenten hatten nicht so viel Glück: Auch Krysta Tsukahara (ebenfalls 19) und Jack Nelson (20) kamen bei dem Unfall ums Leben. Aber wohl nicht, weil sie direkt nach dem Aufprall des Autos tot waren.
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Wie der San Francisco Chronicle nun berichtet, ziehen die Eltern von Krysta Tsukahara nun gegen Tesla vor Gericht. Den Prozessakten zufolge habe die 19-Jährige den Unfall überlebt, konnte jedoch nicht aus dem Wagen herauskommen. Da die Batterie des Elektroautos defekt war, ließen sich die Türen nicht mehr öffnen. Die Teenagerin sei dann an den Folgen einer Rauchvergiftung und aufgrund ihrer Verbrennungen verstorben –während Augenzeugen weiter versucht haben sollen, sie zu befreien.
In dem elektrisch angetriebenen Pickup-Truck gibt es zwar eine Möglichkeit, die Türen in einem Notfall auch manuell zu öffnen. Doch sei dieser Mechanismus sehr schwer zu finden, heißt es in der Anklageschrift, die beim Alameda County Superior Court eingegangen ist. Der Anwalt der Tsukahara-Familie, Roger Dreyer, sagte dem San Francisco Chronicle: „Es ist eine Horrorgeschichte. Tesla weiß, dass das geschehen ist und auch dass es wieder geschehen wird.“ Das Unternehmen von Milliardär Elon Musk unternehme aber nichts dagegen, dass die Menschen in diesem Auto einschlossen würden, ohne eine Möglichkeit zu haben herauszukommen.
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Als Beleg dafür, dass der US-Hersteller um die schwierige Sicherheitspanne seines Flaggschiffs weiß, sollen 30 Fallbeispiele dienen, in denen sich Kunden wegen dieses Problems bereits an Tesla gewandt haben. Wie die in Florida ansässige Anwaltskanzlei Pittman mitteilte, gebe es sogar über 140 Fälle, in denen die Türen von Tesla-Wagen nicht zu öffnen waren. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu den Anschuldigungen.
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Auch die Eltern des Fahrers wollen juristisch gegen Tesla vorgehen. Es ist jedoch möglich, dass die Prozesse für den Autohändler glimpflich ablaufen. Denn dem toxikologischen Bericht zufolge waren alle vier Wagen-Insassen zum Zeitpunkt des Unfalls betrunken und hatten zudem Kokain und weitere Drogen in ihrem Blut. Die Polizei in Kalifornien bestätigte zudem, dass der Crash auf menschliches Versagen zurückzuführen sei. Der Anwalt der Verstorbenen meint trotzdem: „Dieses Fahrzeug hätte die Insassen und die Tochter meiner Mandanten auf keinen Fall begraben dürfen.“ Nun wolle man die Übeltäter zur Rechenschaft ziehen.
Die Türen sind jedoch nicht das einzige Problem, das Tesla mit dem im November 2023 auf dem Markt erschienen Cybertruck hat. Bereits zu Beginn des Jahres brauchten 700.000 Modelle ein Software-Update, weil der Reifendruckwarner nicht richtig funktionierte. Im März mussten dann knapp 50.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden, weil sich Teile der Außenverkleidung hätten ablösen können.




