Es war ein groteskes Video, das US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf die „No Kings“-Proteste am Wochenende auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social gepostet hatte. Unterlegt war es mit dem „Top Gun“-Hit „Danger Zone“. Nun hat sich der Sänger des Liedes, Kenny Loggins, zu Wort gemeldet.

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„Niemand hat mich um meine Erlaubnis gebeten – die ich verweigert hätte – und ich fordere, dass meine Aufnahme aus diesem Video umgehend entfernt wird“, zitieren mehrere US-Medien den erbosten Künstler aus den USA.
Trump unterlegte absurdes KI-Video mit seinem Song: Sänger Kenny Loggins fordert Entfernung
Der US-Präsident hatte am Samstag auf Truth Social ein KI-generiertes Video veröffentlicht. Es zeigt Trump als Piloten in einem Kampfjet, auf dem „King Trump“ steht. Er trägt eine Krone, die Sauerstoffmaske bedeckt kaum seine Nase. Mit dem Jet fliegt Trump dann offenbar zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der „No Kings“-Demonstrationen und lässt Exkrement-ähnliche Brocken auf sie herunterfallen. Im Hintergrund des Original-Videos ist der Song „Danger Zone“ von Kenny Loggins zu hören.
Trump posts AI video showing him literally dumping shit on America pic.twitter.com/qZ2ZC6s8EW
— Aaron Rupar (@atrupar) 19. Oktober 2025
Veröffentlicht wurde der Song 1986, er ist das Titellied des Action-Films „Top Gun“ aus demselben Jahr, in dem Tom Cruise die Hauptrolle spielte. Im Musikvideo des Liedes sind abwechselnd Szenen aus dem Film sowie der Sänger Kenny Loggins selbst zu sehen.
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Sänger über Trumps KI-Video: „Einzig und allein dazu geschaffen, uns zu spalten“
Der Künstler ist darüber empört, dass der US-Präsident den von ihm eingesungenen Hit nun für sein Video nutzte. „Ich kann mir nicht vorstellen, warum irgendjemand wollen würde, dass seine Musik für etwas verwendet oder mit etwas in Verbindung gebracht wird, das einzig und allein dazu geschaffen wurde, uns zu spalten“, zitieren US-Medien Loggins weiter.
Etwa sieben Millionen Menschen waren am Samstag landesweit an 2700 Orten gegen Trumps Politik auf die Straßen gegangen. Unter dem Motto „No Kings“ („Keine Könige“) hatten sie Trump vorgeworfen, den Regierungsstil eines Königs zu pflegen. Die Protestbewegung forderte unter anderem die Abschaffung der Einwanderungspolizei ICE. Die Demonstrationen verliefen weitestgehend friedlich und ohne Gewalt.
News aus den USA
Der Rock-Musiker Kenny Loggins ist nicht der erste Künstler, der sich gegen die Verwendung seiner Lieder auf Veranstaltungen von Donald Trump wehrt: Neben ABBA, Elton John, Neil Young oder den Rolling Stones hatten auch Adele und Ozzy Osbourne die Nutzung ihrer Lieder zu politischen Zwecken Trumps untersagt.










