• Vom einfachen Kerzenrad bis zum luxuriösen Design-Objekt
  • Woher stammt eigentlich der Adventskalender, und warum hat er 24 Türchen?
  • Erfahren Sie hier mehr über seine Geschichte

Am ersten Dezember liegt eine besondere Spannung in der Luft, vor allem in Familien. Endlich darf am Adventskalender das erste Türchen geöffnet werden, und voller Erwartung fragt man sich, welches kleine Geheimnis sich dahinter verbirgt. Der Adventskalender ist längst zu einem festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit geworden, doch nur wenige wissen, woher diese liebgewonnene Tradition eigentlich stammt und welche Geschichte dahintersteckt.

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Warum gibt es einen Adventskalender: Die liebenswerte Geschichte

Als Begründer des Adventskranzes gilt der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern, der im Jahr 1839 eine ebenso einfache wie geniale Idee hatte und damit gleich zwei Weihnachtstraditionen ins Leben rief. Um die ungeduldigen Fragen der Kinder zu besänftigen, wann denn endlich Weihnachten sei, stellte er auf ein großes Wagenrad für jeden Tag bis zum Fest eine Kerze und für jeden Adventssonntag eine besonders große Kerze. Auf diese Weise entstand nicht nur der erste Adventskranz, sondern zugleich der Ursprung des Adventskalenders, der bis heute die Vorfreude auf das Weihnachtsfest begleitet.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hielt der Adventskalender Einzug in die privaten Haushalte. Familien entwickelten liebevolle und einfallsreiche Formen, um die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu steigern. Im Jahr 1902 begann seine Kommerzialisierung, als der Verleger Gerhard Lang eine sogenannte Weihnachtsuhr veröffentlichte. Nur ein Jahr später erschien der erste gedruckte Kalender mit kleinen Bildern zum Ausschneiden und Aufkleben.

In den 1950er Jahren wurde der Adventskalender schließlich zu einem festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Durch neue Produktionsverfahren konnte er kostengünstig hergestellt und in großer Zahl verkauft werden. 1958 kam dann der erste Kalender mit Schokoladenfüllung auf den Markt. Seitdem hat sich die Vielfalt an Adventskalendern stetig erweitert, neben der klassischen Schokolade erfreuen sich heute vor allem Spielzeugvarianten und zahlreiche kreative Ausführungen großer Beliebtheit.

Adventskalender: Warum gibt es 24 Türchen?

Die eigentliche Adventszeit kann je nach Kalenderjahr zwischen zweiundzwanzig und achtundzwanzig Tagen dauern, abhängig davon, auf welchen Sonntag der erste Advent fällt. Da Kindern die Zeit bis Weihnachten oft endlos erscheint und ihr Zeitgefühl noch nicht vollständig entwickelt ist, legte man den Beginn des Adventskalenders auf den ersten Dezember. Dieser festgelegte Startpunkt macht die Zeit des Wartens auf das Weihnachtsfest für Kinder anschaulicher und lässt die Vorfreude mit jedem geöffneten Türchen greifbar werden.

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Adventskalender : Wo ist der Unterschied zwischen dem Kirchenjahr und dem bürgerlichen Kalender?

Adventskalender erscheinen in zwei unterschiedlichen Formen. Sie orientieren sich entweder am Kirchenjahr oder am bürgerlichen Kalender. Der kirchliche Adventskalender beginnt am ersten Adventssonntag, der je nach Jahr zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegt. Er reicht entweder bis zum Weihnachtsfest oder bis zum Fest der Heiligen Drei Könige. Der bürgerliche Adventskalender hingegen folgt einer festen Zeitspanne und erstreckt sich stets vom 1. bis zum 24. Dezember.

24 schlaue Fakten rund um Weihnachten

Mit diesen 24 Fakten sind Sie fit fürs Fest. Geburt Jesu: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Dieser wurde nach christlicher Lehre von Gott als Messias auf die Erde geschickt, um die Menschen zu erlösen. Seine Mutter Maria soll ihn jungfräulich empfangen haben.
Mit diesen 24 Fakten sind Sie fit fürs Fest. Geburt Jesu: Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Dieser wurde nach christlicher Lehre von Gott als Messias auf die Erde geschickt, um die Menschen zu erlösen. Seine Mutter Maria soll ihn jungfräulich empfangen haben.© Getty Images | sedmak
Heiligabend: Am Abend des 24. Dezember findet in Deutschland traditionell die Bescherung statt. Heiligabend ist der Vorabend des Weihnachtsfests, das somit erst am 25. Dezember gefeiert wird.
Heiligabend: Am Abend des 24. Dezember findet in Deutschland traditionell die Bescherung statt. Heiligabend ist der Vorabend des Weihnachtsfests, das somit erst am 25. Dezember gefeiert wird.© Getty Images/iStockphoto | GMVozd
Geschenke: Der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, geht auf Martin Luther zurück, der dies ab 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte.
Geschenke: Der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, geht auf Martin Luther zurück, der dies ab 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte.© dpa | Rolf Vennenbernd
Tannenbaum: Heute zentrales Element der Weihnachtsfeier, fand man den Christbaum bis ins 18. Jahrhundert zunächst nur an Fürstenhöfen und in der Oberschicht. Im Krieg gegen Frankreich ließ der preußische König ihn 1870/71 in den Unterständen und Lazaretten aufstellen, von wo aus er sich verbreitete.
Tannenbaum: Heute zentrales Element der Weihnachtsfeier, fand man den Christbaum bis ins 18. Jahrhundert zunächst nur an Fürstenhöfen und in der Oberschicht. Im Krieg gegen Frankreich ließ der preußische König ihn 1870/71 in den Unterständen und Lazaretten aufstellen, von wo aus er sich verbreitete.© dpa | Caroline Seidel
Krippe: Die Idee von der Futterkrippe als Geburtsort Jesu lässt sich schon im Frühchristentum nachweisen. Populär wurde die Inszenierung durch Franz von Assisi. In vielen Gottesdiensten wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel nacherzählt.
Krippe: Die Idee von der Futterkrippe als Geburtsort Jesu lässt sich schon im Frühchristentum nachweisen. Populär wurde die Inszenierung durch Franz von Assisi. In vielen Gottesdiensten wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel nacherzählt.© dpa-tmn | Patrick Seeger
Heilige Drei Könige: Auch sie gehören zu jedem ordentlichen Krippenspiel, denn die "Weisen aus dem Morgenland" sind nach christlichem Glauben durch den Stern von Betlehem zur Geburtsstätte Jesu geführt worden.
Heilige Drei Könige: Auch sie gehören zu jedem ordentlichen Krippenspiel, denn die "Weisen aus dem Morgenland" sind nach christlichem Glauben durch den Stern von Betlehem zur Geburtsstätte Jesu geführt worden. © Getty Images/iStockphoto | Rawpixel
Baumschmuck: Hing man früher Äpfel, Nüsse oder selbst gemachtes Gebäck an den Weihnachtsbaum, setzten sich später Glaskugeln und Lichterketten durch.
Baumschmuck: Hing man früher Äpfel, Nüsse oder selbst gemachtes Gebäck an den Weihnachtsbaum, setzten sich später Glaskugeln und Lichterketten durch.© Getty Images | Jack Taylor
Lametta: Immer seltener sieht man hingegen diese Glitzerfäden – besonders seit der letzte deutsche Lametta-Hersteller die Produktion Ende 2015 einstellte. Damit ist Opa Hoppenstedts Weisheit heute umso treffender: "Früher war mehr Lametta."
Lametta: Immer seltener sieht man hingegen diese Glitzerfäden – besonders seit der letzte deutsche Lametta-Hersteller die Produktion Ende 2015 einstellte. Damit ist Opa Hoppenstedts Weisheit heute umso treffender: "Früher war mehr Lametta."© Getty Images/iStockphoto | PoppyPixels
Weihnachtsfilme: Alle Jahre wieder beglücken uns die Programmmacher mit den gleichen immerguten Klassikern. Eine besonders große Fangemeinde hat das Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel".
Weihnachtsfilme: Alle Jahre wieder beglücken uns die Programmmacher mit den gleichen immerguten Klassikern. Eine besonders große Fangemeinde hat das Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel".© Getty Images/iStockphoto | ljubaphoto
Weihnachtsessen: Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, stehen die Deutschen nicht auf Experimente. Gänsebraten ist in vielen Familien Standard. Nur ein Gericht ist noch beliebter: Kartoffelsalat mit Bockwürstchen oder Frikadellen.
Weihnachtsessen: Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, stehen die Deutschen nicht auf Experimente. Gänsebraten ist in vielen Familien Standard. Nur ein Gericht ist noch beliebter: Kartoffelsalat mit Bockwürstchen oder Frikadellen.© Getty Images | GMVozd
Christmette: Ursprünglich ist sie das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet, heute meint man mit "Christmette" aber meist die heilige Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Gemeinden aber auch schon um 22 oder 23 Uhr.
Christmette: Ursprünglich ist sie das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet, heute meint man mit "Christmette" aber meist die heilige Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Gemeinden aber auch schon um 22 oder 23 Uhr.© Getty Images | cmart7327
Weihnachtslieder: In Deutschland gibt es kaum ein anderes Weihnachtslied, das so beliebt ist wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Erstmals aufgeführt wurde es 1818 in einer Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Weitere beliebte Lieder sind zum Beispiel "Oh Tannenbaum" oder "Alle Jahre wieder".
Weihnachtslieder: In Deutschland gibt es kaum ein anderes Weihnachtslied, das so beliebt ist wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Erstmals aufgeführt wurde es 1818 in einer Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Weitere beliebte Lieder sind zum Beispiel "Oh Tannenbaum" oder "Alle Jahre wieder".© dpa | Michael Kappeler
Christkind oder Weihnachtsmann? Wer in Deutschland die Geschenke bringt, hängt von der Region ab. Anfang des 20. Jahrhunderts soll der Weihnachtsmann für den evangelischen Norden und Nordosten zuständig gewesen sein, das Christkind für den Westen und Süden. Heute ist der Weihnachtsmann populärer – mit freundlicher Unterstützung der Werbung.
Christkind oder Weihnachtsmann? Wer in Deutschland die Geschenke bringt, hängt von der Region ab. Anfang des 20. Jahrhunderts soll der Weihnachtsmann für den evangelischen Norden und Nordosten zuständig gewesen sein, das Christkind für den Westen und Süden. Heute ist der Weihnachtsmann populärer – mit freundlicher Unterstützung der Werbung.© dpa | Privat
Rentiere: Da der Weihnachtsmann immer mehr zu tun bekommt, kann er froh über seine Helfer sein. Neun Rentiere ziehen angeblich seinen Schlitten, das bekannteste von ihnen: Rudolph mit der roten Nase.
Rentiere: Da der Weihnachtsmann immer mehr zu tun bekommt, kann er froh über seine Helfer sein. Neun Rentiere ziehen angeblich seinen Schlitten, das bekannteste von ihnen: Rudolph mit der roten Nase.© dpa | Steve Parsons
Weihnachtspost: Auch in diesem Jahr beantworten Weihnachtsmann und Christkind wieder fleißig Briefe von Kindern aus aller Welt. Insgesamt sieben Weihnachtspostfilialen gibt es: in Himmelpfort, Engelskirchen, Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf, Himmelstadt und St. Nikolaus.
Weihnachtspost: Auch in diesem Jahr beantworten Weihnachtsmann und Christkind wieder fleißig Briefe von Kindern aus aller Welt. Insgesamt sieben Weihnachtspostfilialen gibt es: in Himmelpfort, Engelskirchen, Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf, Himmelstadt und St. Nikolaus.© dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Santa-Claus-Erfinder: Manch einer glaubt ja, Coca-Cola hätte den Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen, erfunden. Tatsächlich war es aber der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast, der ab 1862 für die Zeitschrift "Harper’s Weekly" Bilder von einem pausbäckigen Weihnachtsmann zeichnete.
Santa-Claus-Erfinder: Manch einer glaubt ja, Coca-Cola hätte den Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen, erfunden. Tatsächlich war es aber der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast, der ab 1862 für die Zeitschrift "Harper’s Weekly" Bilder von einem pausbäckigen Weihnachtsmann zeichnete.© dpa | Yui Mok
Advent: Bezeichnet die Zeit, in der sich die Christen auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit der Besinnung. Wesentlicher Teil ist der Adventskranz, dessen vier Kerzen jeweils an den Sonntagen vor dem Fest angezündet werden.
Advent: Bezeichnet die Zeit, in der sich die Christen auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit der Besinnung. Wesentlicher Teil ist der Adventskranz, dessen vier Kerzen jeweils an den Sonntagen vor dem Fest angezündet werden.© dpa | Peter Gercke
Adventskalender: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählen Kinder in Deutschland die Tage bis Weihnachten mithilfe von Adventskalendern. Hinter oder in den 24 Türen, Täschchen oder Säckchen finden sich vor allem kleine Leckereien.
Adventskalender: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählen Kinder in Deutschland die Tage bis Weihnachten mithilfe von Adventskalendern. Hinter oder in den 24 Türen, Täschchen oder Säckchen finden sich vor allem kleine Leckereien. © dpa | Patrick Pleul
Weihnachtsmärkte: Weltweit bekannt ist diese deutsche Tradition. Im Advent werden auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik Kunsthandwerk, Deko und Lebensmittel angeboten. In vielen Ländern gibt es Märkte nach deutschem Vorbild.
Weihnachtsmärkte: Weltweit bekannt ist diese deutsche Tradition. Im Advent werden auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik Kunsthandwerk, Deko und Lebensmittel angeboten. In vielen Ländern gibt es Märkte nach deutschem Vorbild.© dpa | Daniel Bockwoldt
Glühwein: Kein Weihnachtsmarkt ohne dieses Heißgetränk. Er besteht aus Rot- oder Weißwein, der mit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitronenschale erhitzt und gesüßt wird. Erstmals abgefüllt zu kaufen gab es Glühwein 1956.
Glühwein: Kein Weihnachtsmarkt ohne dieses Heißgetränk. Er besteht aus Rot- oder Weißwein, der mit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitronenschale erhitzt und gesüßt wird. Erstmals abgefüllt zu kaufen gab es Glühwein 1956.© Getty Images/iStockphoto | fermate
Weihnachtsplätzchen: Ein schöner Zeitvertreib nicht nur mit Kindern ist im Advent das Plätzchenbacken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Ausstechkekse, gefolgt von Vanillekipferl und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung.
Weihnachtsplätzchen: Ein schöner Zeitvertreib nicht nur mit Kindern ist im Advent das Plätzchenbacken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Ausstechkekse, gefolgt von Vanillekipferl und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung.© Getty Images/iStockphoto | evgenyatamanenko
Christstollen: Eher was für Profis ist dieses Hefegebäck, dass traditionell mit Rosinen, Zitronat und Orangeat gefüllt wird. Es gibt den Christstollen jedoch auch mit Marzipan, Mandeln, Nuss oder Mohn.
Christstollen: Eher was für Profis ist dieses Hefegebäck, dass traditionell mit Rosinen, Zitronat und Orangeat gefüllt wird. Es gibt den Christstollen jedoch auch mit Marzipan, Mandeln, Nuss oder Mohn.© Getty Images/iStockphoto | MKucova
Weiße Weihnachten: Wird stets gewünscht, tritt jedoch nur selten ein. Von weißer Weihnacht spricht man, wenn in der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag entweder Schnee fällt oder Schnee liegt. Das Gefühl, früher habe es an Weihnachten häufiger Schnee gegeben, ist übrigens falsch. Je nach Region ist der Trend sogar genau umgekehrt.
Weiße Weihnachten: Wird stets gewünscht, tritt jedoch nur selten ein. Von weißer Weihnacht spricht man, wenn in der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag entweder Schnee fällt oder Schnee liegt. Das Gefühl, früher habe es an Weihnachten häufiger Schnee gegeben, ist übrigens falsch. Je nach Region ist der Trend sogar genau umgekehrt.© Getty Images | svetikd
Weihnachtslotterie: Das spanische Glücksspiel "El Gordo" (Der Dicke) ist die älteste und größte Lotterie der Welt. 2016 wurden mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgespielt. "El Gordo" findet jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember statt.
Weihnachtslotterie: Das spanische Glücksspiel "El Gordo" (Der Dicke) ist die älteste und größte Lotterie der Welt. 2016 wurden mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgespielt. "El Gordo" findet jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember statt. © dpa | Carola Frentzen

Kommerzielle Adventskalender: Kinderträume werden wahr

Am weitesten verbreitet sind heute die kommerziellen Adventskalender, die in großer Vielfalt im Handel zu finden sind. Für Kinder stehen vor allem Spielzeuge, Sammelfiguren, kleine Bücher und Schokolade hoch im Kurs. Doch das Angebot für Erwachsene reicht weit darüber hinaus. Es gibt vegane Adventskalender, Varianten mit edlen Kaffeesorten oder aromatischen Tees, mit Socken, Schmuck oder sogar Saatgut. Jahr für Jahr überraschen die Hersteller mit immer neuen Ideen, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen, sondern auch Erwachsenen die Wartezeit auf Weihnachten versüßen.

Mehr zum Thema: Adventskranz – Warum zünden wir jeden Advent eine Kerze an?

Virtuelle Adventskalender in Form von Hörbüchern und Rätseln

Mit dem Aufkommen neuer Medien hat sich auch der Adventskalender gewandelt. Er erscheint längst nicht mehr nur in seiner traditionellen Form, sondern erfreut sich zunehmend in virtuellen Varianten eines großen Zuspruchs. Besonders beliebt sind digitale Adventskalender mit Hörbüchern, kurzen Geschichten oder spannenden Rätseln. Auf sozialen Plattformen und Webseiten dienen sie häufig als Marketinginstrument, um die Aufmerksamkeit zu steigern und die Bindung an eine Marke zu fördern. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, und jedes Jahr entstehen neue, überraschende Ideen, die den Geist der Adventszeit in die digitale Welt tragen.

Klassisch und beliebt: Adventskalender mit Schokolade.
Klassisch und beliebt: Adventskalender mit Schokolade.© dpa/dpa-tmn | Monika Skolimowska

Was verbirgt sich hinter einem Nordischen Adventskalender?

Seinen Ursprung hat der nordische Adventskalender in Skandinavien. Besonders in Schweden und Norwegen steht er im Zeichen des Radios oder des Fernsehens. Jedes Jahr wird eigens eine neue Weihnachtsgeschichte entwickelt, die in vierundzwanzig Folgen ausgestrahlt wird, entweder als Hörspiel oder Fernsehserie. Diese Erzählungen richten sich in erster Linie an Kinder und entführen sie in eine festliche Welt, in der die Nissen in Norwegen und Dänemark sowie der Tomte in Schweden als nordische Weihnachtsfiguren eine zentrale Rolle spielen.

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Was kostet der teuerste Adventskalender der Welt?

Die britische Künstlerin Debbie Wingham entwarf den wohl luxuriösesten Adventskalender der Welt, der für mehr als neun Millionen Euro, umgerechnet rund 10,3 Millionen US-Dollar, versteigert wurde. Der anonyme Käufer durfte sich über wahrhaft außergewöhnliche Überraschungen freuen: Darunter befanden sich der Schlüssel zu einem Ferrari 488 Pista, zwölf exklusive Reisen, eine mit Diamanten verzierte Handtasche von Chanel sowie mehrere luxuriöse Aufenthalte, die in den einzelnen Fächern verborgen waren.

Jeden 2. Sonntag

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Adventskalender dieser Preisklasse sind keine Einzelfälle. Auch renommierte Marken wie Swarovski oder das Londoner Traditionshaus Harrods haben bereits kostbare und aufwendig gestaltete Editionen in limitierter Auflage herausgebracht, die Luxus und Vorfreude auf unvergleichliche Weise verbinden.