Zwischenfall zwischen einem Walbeobachtungsschiff und einem Buckelwal Kanadas: Nahe Keats Island im Howe Sound in British Columbia tauchte am Donnerstag laut des Walbeobachtungsunternehmens „Prince of Whales“ plötzlich ein Buckelwal „direkt im Weg des Schiffes“ auf. Die Schiffscrew leitete zwar sofort ein Notmanöver ein, konnte aber den Zusammenstoß mit dem Tier nicht mehr verhindern.

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Wie das kanadische Ministerium für Fischerei und Ozeane (Fisheries and Oceans Canada) berichtete, wurde der Wal nach der Kollision aber noch dreimal an der Wasseroberfläche gesichtet.

Toter Buckelwal könnte vierjähriges Männchen „Wisp“ sein

Am Samstag wurde dann jedoch ein toter Buckelwal in der Nähe von Keats Island gefunden. Untersuchungen sollen nun klären, ob das Tier an den Folgen der Kollision verstarb. Laut „Prince of Whales“, das in seiner Stellungnahme in der „Vancouver Sun“ betont, nicht aktiv nach Walen gesucht zu haben, handelt es sich möglicherweise um den Wal mit dem Namen Wisp, einen vier Jahre alten männlichen Buckelwal. Diese Vermutung stützt sich auf Fotos des Kadavers, die in sozialen Medien geteilt wurden. „Wir sind erschüttert über diese Nachricht“, erklärte das Unternehmen, das seit Jahrzehnten den Schutz der Meeressäuger zu fördern versucht. Was genau zum Tod des Tiers führte, ist jedoch bislang unbestätigt.

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Ebenfalls wurden drei Passagiere des Schiffs durch das abrupt eingeleitete Bremsmanöver verletzt und benötigten anschließend in Vancouver medizinische Versorgung. In den letzten Monaten kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Schiffen und Buckelwalen, darunter ein Vorfall im September in der Wright Sound und ein weiterer in Vancouvers English Bay, bei dem ein Walbaby mit einer tiefen Schnittwunde gefunden wurde.

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Wale sind oft schwer zu erkennen

„Fisheries and Oceans Canada“ äußerte sich besorgt über die steigenden Zahlen solcher Kollisionen. Die Behörde bezeichnete den zunehmenden Schiffsverkehr und die Ausbreitung der Buckelwalpopulation vor der Küste als den wahrscheinlichsten Grund für solche Unfälle. Buckelwale seien, besonders während der Futtersuche oder der Ruhephasen, schwer zu erkennen und bemerken Boote oft nicht. Zwar nimmt die Population der Buckelwale in der südlichen Salish Sea rund um Vancouver seit Jahren erfreulicherweise zu, doch gerade dies führe zu einer höheren Überschneidung mit menschlichen Aktivitäten.

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„Prince of Whales“ arbeitet nach Bericht der „Vancouver Sun“ mit den Behörden zusammen, die derzeit Ermittlungen zum Hergang des Vorfalls und den möglichen Ursachen für Wisps Tod durchführen. Das Unternehmen ruft Bootsführer im betroffenen Gebiet zur Vorsicht auf: „Wale können unerwartet auftauchen, und es ist wichtig, auf See wachsam zu bleiben.“ Ein abschließendes Urteil darüber, ob der Tod des Wals direkt durch das Walbeobachtungsschiff verursacht wurde, steht jedoch noch aus. Die Fischereibehörde und Mitglieder der Pacific Whale Watch Association überwachen weiterhin die Gewässer der Region auf möglicherweise verletzte Tiere, auch angesichts des oft schlechten Wetters im Oktober.