Die österreichische Biathletin Lisa Theresa Hauser hat in einem neuen Interview mit der „Kronen Zeitung“ offen über den Verlust ihrer langjährigen Wegbegleiterin Laura Dahlmeier (†31) gesprochen. Neben ihrer Saisonvorbereitung rückte vor allem ein Thema in den Vordergrund: die Erinnerung an die deutsche Ausnahmeathletin, die im Juli tödlich verunglückt war.
Biathlon: Hauser über erste Begegnungen mit Dahlmeier und prägende gemeinsame Jahre
Zunächst blickte Hauser im Gespräch auf den bevorstehenden Winter. Als eine der stärksten Athletinnen im österreichischen Team befinde sie sich mitten in der intensiven Vorbereitungsphase, erklärte sie. Zwar seien die alpinen Skirennläufer bereits in den Weltcup gestartet, doch für die Biathleten beginnt die Saison traditionell später: Erst am 29. November fällt der Startschuss – dann wird es am Schießstand und in der Loipe wieder ernst.
Im weiteren Verlauf des Interviews wurde Hauser persönlicher. Sie erinnerte sich daran, Dahlmeier „sehr früh in [ihrer] Biathlon-Karriere kennengelernt“ zu haben. Beide seien „dem gleichen Jahrgang“ angehörig und deshalb bereits in jungen Jahren gemeinsam bei internationalen Nachwuchsrennen unterwegs gewesen. Der Übergang in den Weltcup verlief nahezu parallel: „Wir sind fast zeitgleich in den Weltcup gekommen“, sagte sie.
Diese gemeinsamen Jahre hätten sie geprägt, betonte die Österreicherin. Laut Hauser habe Dahlmeier „einen enormen Einfluss auf die internationale Biathlon-Szene“ ausgeübt. Besonders in den Erfolgswintern 2017 und 2018 setzte sie Maßstäbe, an denen sich Trainingsgruppen weltweit orientierten. In dieser Phase stieg Dahlmeier zu einer der dominierenden Athletinnen ihrer Generation auf: 2018 in Pyeongchang gewann sie zwei Olympiagoldmedaillen, insgesamt holte sie sieben WM-Titel – darunter ihre herausragende Serie bei der WM 2017 in Hochfilzen.
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Nach diesen Erfolgsjahren traf Dahlmeier eine Entscheidung, die viele überraschte: Sie beendete ihre Karriere bereits mit 25 Jahren. Hauser erklärte im Interview, ihre frühere Teamkollegin habe nach dem Höhepunkt ihrer Laufbahn bewusst einen neuen Weg gesucht, jenseits des Leistungsdrucks im Weltcup. Wörtlich sagte sie: „Sie hat eine tolle Karriere als Biathletin gefeiert und hat ihr Leben gelebt. Und sie hat es jetzt in den Bergen wieder ausleben können.“

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Für Hauser ist dieser Schritt rückblickend nachvollziehbar. Trotz des tragischen Endes habe Dahlmeier „ihren Traum gelebt“. Die Berge wurden zu ihrem Rückzugsort und zur nächsten Etappe eines Lebens, das sie bewusst abseits des Leistungssports gestaltete.
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Laura Dahlmeier (†31) ist am 28. Juli bei einer Hochtour im Karakorum in Pakistan tödlich verunglückt. Sie war mit einer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs, als sie auf rund 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen wurde. Die Nachricht löste in der internationalen Biathlon-Gemeinschaft Bestürzung aus und sorgte weit über den Sport hinaus für tiefe Anteilnahme.






