Eine seltene und voll funktionsfähige „Enigma“-Verschlüsselungsmaschine aus der NS-Zeit wurde in Paris für die Rekordsumme von 482.600 Euro versteigert. Das Modell „Enigma M4“, das in einem Holzkasten untergebracht und mit einer Tastatur sowie vier Rotoren ausgestattet ist, übertraf bei der Auktion am Vortag die Erwartungen deutlich, wie das Auktionshaus Christie‘s am Mittwoch mitteilte. Der Käufer der Maschine bleibt anonym, zuvor war sie im Besitz eines französischen Sammlers.
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Die „Enigma“-Chiffriermaschine wurde ursprünglich in den 1920er Jahren entwickelt, um Nachrichten zu verschlüsseln. Ihre billionenfachen Kombinationsmöglichkeiten machten sie zur damaligen Zeit zu einem technischen Meisterwerk. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die deutschen Streitkräfte die Maschine, um ihre Kommunikation zu sichern.
Es war jedoch das Team um den britischen Mathematiker Alan Turing, dem es in einem streng geheimen Projekt gelang, die Verschlüsselung zu knacken. Diese Errungenschaft ermöglichte den Alliierten, deutsche Geheimnachrichten zu entschlüsseln, was als entscheidend für den Verlauf des Krieges betrachtet wird.
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Vor zehn Jahren wurde bereits eine Enigma-Maschine versteigert
Der Beitrag Turings und seines Teams wurde erst Jahrzehnte später, in den 1990er-Jahren, umfassend bekannt. Die Geschichte inspirierte den britischen Schriftsteller Robert Harris zu einem Buch ebenso wie den 2014 Oscar-nominierten Film „The Imitation Game“, in dem Benedict Cumberbatch die Rolle von Turing übernahm.
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Vor der aktuellen Auktion wurde ein anderes Exemplar einer „Enigma M4“-Maschine zuletzt im Jahr 2015 in New York für 365.000 US-Dollar versteigert. Dieser Verkauf stellte bis dahin den Spitzenpreis für eine solche Maschine dar, wie das Auktionshaus Bonhams damals mitteilte.
afp/sh




