1,82 Meter groß und 136 Kilo schwer ist der erste Ukrainer, der ein hochrangiges Sumo-Turnier gewonnen hat: Danylo Yavhusishyn ist Anfang 2022 aus der Ukraine geflohen, als Russland sein Land überfiel. Sein Traum vom Profisport drohte zu platzen. Doch heute ist er ein in der Ukraine und in Japan umjubelter Star im Sumo-Ringen.

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Schon mit sieben Jahren entdeckte Yavhusishyn seine Leidenschaft fürs Sumo-Ringen, gewann mit 15 Jahren die Junioren-Weltmeisterschaften. Dort lernte er auch den Sumo-Kämpfer Arata Yamanaka aus Japan kennen, der sich nicht nur als Freund, sondern später auch als Förderer seiner Karriere erwies. Mit 17 Jahren wurde Yavhusishyn nationaler Meister, wie unter anderem die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet.
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Als Russland in die Ukraine einmarschierte und die Ringeranlagen des Landes zerstört wurden, sah sich Yavhusishyn mit seiner Familie gezwungen, nach Deutschland zu fliehen. Der damals 17-Jährige entging dabei nur knapp der Einberufung ins ukrainische Militär. Doch Sumo-Ringen hat in Deutschland – anders als etwa Karate oder Judo – keine breite Anhängerschaft. Yavhusishyn, der das Ende seiner Sumo-Karriere nicht hinnehmen wollte, ging deshalb im Alter von 18 Jahren allein nach Japan.
Doch allein blieb er nicht: Er kam bei der Familie seines Freundes Arata Yamanaka unter. Dieser sorgte außerdem dafür, dass Yavhusishyn einen Ort zum Trainieren hatte: den Sumo-Club von Yamanakas Universität. Schnell fand er zu alter Stärke zurück. Der Sumostall, der ihn aufnahm, verlieh ihm den Namen, unter dem er heute kämpft: Aonishiki Arata. Die entsprechenden Schriftzeichen beinhalten die Zeichen für „Blau“, „Ruhe“ – und seinen Stall. Die blaue Farbe wird dabei als Anspielung auf die ukrainische Flagge angesehen.
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Zwar leben seine Eltern noch immer in Deutschland, doch ohne Familie fühlt sich der junge Ukrainer nicht: Die Familie seines Freundes Yamanaka bezeichnete er in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo als seine „japanische Familie“. Aus Dankbarkeit für die Unterstützung seines Freundes trägt er noch immer „Arata“ im Kampfnamen.
Das Turnier, das der junge Ukrainer vor Kurzem gewann, gilt als eines der anspruchsvollsten im Sumo-Ringen. „Ehrlich gesagt wollte ich das Turnier gewinnen, aber ich habe nicht wirklich geglaubt, dass ich es schaffen könnte“, sagte Yavhusishyn nach dem Turnier vor Reportern – in fließendem Japanisch. „Ich bin wirklich glücklich.“

Rasante Karriere im Kampfsport: Danylo Yavhusishyn bricht Rekorde
Das Ausnahmetalent brach erst vor Kurzem einen Rekord, der jahrzehntelang bestanden hatte: Yavhusishyn erreichte den Rang eines sogenannten Sekiwake, den dritthöchsten Rang im japanischen Profi-Sumo. Das alles schaffte er innerhalb von nur 13 Turnieren. Zuletzt war das 1958 gelungen.
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Neben dem Turniersieg wurde Yavhusishyn auch für seine herausragende Leistung und seine Technik ausgezeichnet: Ihm wurden drei riesige Pokale verliehen – und ein Fisch. Wenn es nach dem jungen Mann geht, soll das alles aber nur der Anfang seiner Karriere sein – oder wenigstens eine Zwischenstation. Yavhusishyn will den höchsten Rang im Sumo-Ringen erkämpfen, den Yokozuna. Den Status behält ein Ringer auf Lebenszeit.










