Es ist eine Szene wie aus einem Horrorfilm: Eine Frau legt sich mit ihrem kleinen Sohn ins Bett. Mitten in der Nacht hört sie Geräusche und wacht auf. Sie hört genauer hin und stellt fest, dass unter ihrem Bett jemand schnarcht. Es ist ihr Ex-Mann, der bereits vor Tagen in ihr Haus eingestiegen ist und sich dort versteckt.

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Über den Fall berichtete zunächst die französische Zeitung „Les Dernières Nouvelles d‘Alsace“ (DNA). Demnach hat sich der Mann mehrere Nächte lang unter dem Bett seiner Ex versteckt. Durch ein kleines Kellerfenster sei er in das Haus der Frau in Haguenau unweit der deutschen Grenze bei Baden-Baden eingedrungen, berichtete die Zeitung. Er soll ihr nach der Trennung nachgestellt haben, ihr Handy durchsucht und Nachrichten an männliche Kontakte geschrieben haben.
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Stalking: Täter machte nach Anzeige weiter
Ein Gericht in Straßburg verurteilte den 35-Jährigen nur wenige Tage nach dem Vorfall wegen Belästigung in einem beschleunigen Verfahren zu einem Jahr Haft auf Bewährung mit strengen Auflagen. Ob der Mann sich davon abhalten lässt, seiner Ex-Frau nachzustellen, bleibt jedoch offen
Im Gerichtsverfahren wurde bekannt, dass er der Frau bereits seit der Trennung massiv nachstellt und sie bedroht. Nach einer Anzeige der Frau kam der Stalker vor einigen Wochen dann kurzzeitig in Polizeigewahrsam. Trotz eines Annäherungsverbots drang er danach in ihr Haus ein.
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Trennung gefährlich für Frauen? Ex-Partner werden häufig Täter
Gerade die Phase der Trennung ist für Frauen mitunter sehr gefährlich. Erst vergangene Woche wurde eine großangelegte Studie des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen zum Thema Frauenmorde vorgestellt. Demnach werden die meisten Femizide von eifer- und kontrollsüchtigen Partnern oder Ex-Partnern verübt.
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Stalking, wie in dem aktuellen Fall, kann laut den Forschern eine Vorstufe für ein sich anbahnendes noch schlimmeres Verbrechen sein. In zwei Dritteln der Fälle könne man bereits vor der Tötung von einem „systematischen Gewalt- und Kontrollverhalten der Täter“ sprechen, sagte Kriminologin Sabine Maier bei Vorstellung der Studie.
lro mit dpa/KNA






