Shampoo-Flaschen, Bodylotion-Tuben oder Creme-Dosen: Die Kosmetikbranche verursacht eine riesige Menge Verpackungsmüll. Und auch im heimischen Müll macht sich die Beauty-Branche mit ihrer Einwegplastik breit. Das könnte sich aber schon bald ändern. Vielleicht stehen in naher Zukunft sogar auch in Berliner Kaufland-Filialen Pfandautomaten, in denen Shampoo-Flaschen und Co. entsorgt und wieder verwertbar gemacht werden können.

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Denn das kleine Start-up reo aus Heilbronn will nicht weniger als eine kleine Mehrweg-Revolution für die Kosmetik-Branche, wie die Plattform „Neue Verpackung“ berichtet. Gründerin Steffanie Rainer möchte mit ihrer Mehrwegplattform eine digitale Lösung bieten, um den Verpackungskreislauf möglichst lange am Laufen zu halten. So sollen Codierungen an den Verpackungen dem System automatisch zeigen, um welche Verpackung es sich handelt, wie sie sortiert werden muss und welchen Verwertungsweg sie nehmen soll.
Pfandautomat für Shampoo-Verpackung wird bei Kaufland getestet
Wie auf der Unternehmensseite nachzulesen ist, begann die Idee für eine offene Plattform für Verpackungslösungen mit einer Bachelorarbeit. Ein kleiner Impuls, der sich nun anschickt, die riesige Verpackungslawine in der Kosmetik-Branche zu stoppen. Nach Angaben der Umweltorganisation CleanHub produziert die Kosmetik-Branche jährlich mindestens 120 Milliarden Verpackungsteile. Satte 95 Prozent davon werden nicht recycelt. Das soll sich, wenn es nach dem Start-up reo geht, jetzt ändern.
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Seit Anfang Dezember werden die Pfandautomaten bereits in zehn Kaufland-Filialen und zwei VollCorner-Bioläden in München getestet. Beim Probelauf können Kundinnen und Kunden rund 90 Verpackungen der Marken Lavera, Sante, Kneipp und Logona zurückgeben – an einem Pfandautomaten für Kosmetik-Produkte. Und der Anreiz für Verbraucher ist durchaus groß. Immerhin gibt es für jede Verpackung 29 Cent zurück.
Müll-Lawine bei Kosmetikprodukten reduzieren: Reo-Pilotprojekt soll wichtige Erkenntnisse liefern
Das Projekt soll wichtige Erkenntnisse und vor allem Daten liefern. Wie groß sind die Rücklauf- und Fehlerquoten bei der Annahme? Wo können logistische Abläufe optimiert werden? Diese Daten sollen zeigen, wie ein Mehrwegkreislauf organisiert sein müsste, um später auch für größere Mengen und weitere Marken tragfähig zu sein.
rk




