Wer mit dem Auto Richtung Alpen oder an die Adria fährt, sollte vor der Abfahrt genau hinschauen. Österreich greift bei Mautverstößen seit Jahresbeginn deutlich härter durch. Für Autofahrer und Motorradreisende kann eine vergessene oder falsch angebrachte Vignette schnell richtig teuer werden und im schlimmsten Fall mehrere Hundert Euro kosten.

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Hintergrund ist eine kräftige Erhöhung der sogenannten Ersatzmaut, die fällig wird, wenn Fahrzeuge ohne gültige Vignette auf Autobahnen oder Schnellstraßen kontrolliert werden. Die Maßnahme soll abschrecken.
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Ersatzmaut in Österreich wird deutlich teurer: Was nun gilt
Für Autos mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen werden nun 200 Euro verlangt. Bislang lag die Ersatzmaut bei 120 Euro. Auch Motorradfahrer zahlen mehr: Hier sind jetzt 100 Euro fällig. Für Busse und schwere Fahrzeuge gelten je nach Kategorie noch deutlich höhere Beträge.
Besonders wichtig für Betroffene: Die Behörden raten dringend dazu, die Ersatzmaut sofort bei der Kontrolle zu bezahlen. Wer das verweigert oder aufschiebt, riskiert ein offizielles Verwaltungsverfahren. Dann drohen Geldstrafen von mindestens 300 Euro, in schweren Fällen sogar bis zu 3000 Euro.
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Nicht immer steckt Absicht hinter einem Mautverstoß. Häufig liegt das Problem in der falschen Platzierung der Klebevignette. Sie muss gut sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht sein. Ein klassischer Fehler: der dunkle Tönungsstreifen am oberen Scheibenrand. Dort können Kameras die Vignette nicht zuverlässig erkennen – und schon gilt die Fahrt als nicht bezahlt. Wer sich den Aufkleber sparen will, kann auf die digitale Vignette ausweichen. Diese wird ohnehin künftig zum Standard. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sie, je nach Kaufart, nicht immer sofort gültig ist.
Reguläre Mautpreise ebenfalls gestiegen: Das sind die neuen Preise für 2026
Parallel zu den höheren Strafen sind auch die regulären Mautpreise gestiegen. Autofahrer zahlen aktuell 9,60 Euro für eine Tagesvignette, 12,80 Euro für zehn Tage und 106,80 Euro für die Jahresvignette. Für Motorräder liegen die Preise zwischen 3,80 Euro (Tag) und 42,70 Euro (Jahr).
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Ein Detail, das ebenfalls wichtig ist: Die Farbe der Vignette wechselt jedes Jahr. Für 2026 ist sie rot, im Vorjahr war sie grün. Alte Aufkleber gelten nicht mehr – auch wenn sie noch an der Scheibe kleben.
Vignetten sollten ausschließlich über den österreichischen Autobahnbetreiber Asfinag oder über bekannte Verkehrsclubs gekauft werden. Im Netz kursieren immer wieder täuschend echt aussehende Verkaufsseiten. Wer dort bestellt, erhält keine gültige Vignette – dafür aber unter Umständen ungewollten Zugriff auf das eigene Bankkonto.






