Vor der griechischen Insel Chios sind bei dem Zusammenprall eines Migrantenbootes mit einem Boot der griechischen Küstenwache mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei den Toten ausschließlich um Migranten, die bei dem Aufprall über Bord gingen. Rettungskräfte suchen mit Hubschraubern und Wärmebildkameras nach weiteren Vermissten.

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25 gerettete Migranten sowie zwei Mitglieder der Küstenwache seien zudem in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte ein Vertreter der griechischen Küstenwache am späten Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP mit. Dem griechischen Fernsehsender ERT und der griechischen Nachrichtenagentur Ana zufolge befinden sich unter den Verletzten elf Kinder und eine schwangere Frau.

Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich Dutzende Migranten an Bord eines Bootes, das aus der Türkei kommend in Richtung der Küste von Chios unterwegs war. Eine Patrouille der griechischen Küstenwache soll das Boot entdeckt und eine Kursänderung verlangt haben. In der Folge kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Kollision zwischen den beiden Booten, wobei mehrere Menschen ins Meer stürzten, wie der Athener Nachrichtensender Skai berichtete. Eine offizielle Mitteilung dazu gab es zunächst nicht. 

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Chios: Rettungskräfte suchen mit Hubschraubern nach Überlebenden

Verletzte würden fortlaufend in den Hafen von Chios gebracht und von Rettungskräften in das örtliche Krankenhaus transportiert, hieß es in den Berichten. Die Küstenwache leitete gemeinsam mit der griechischen Luftwaffe eine Such- und Rettungsaktion ein. Dabei komme auch ein Hubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz, da weitere Menschen im Wasser vermutet würden, berichteten griechische Medien.

Viele Migranten versuchen von der Türkei oder von Libyen aus die griechischen Inseln und damit die EU zu erreichen. Beide Überfahrten sind gefährlich.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte im November erklärt, dass seit Jahresbeginn mehr als 1700 Migranten bei der Überfahrt über das Mittelmeer und den Atlantik gestorben sind oder als vermisst gemeldet wurden. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit 2014 rund 33.000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen oder gelten als vermisst.

os/dpa/afp