Bei zwei Schlittenunfällen im Landkreis Rostock und im Salzburger Land in Österreich sind in den vergangenen Tagen ein Junge und ein Mädchen gestorben. Das tödliche Unglück in der Gemeinde Rauris nahe Salzburg ereignete sich bereits am späten Donnerstagvormittag. Den Angaben zufolge war eine Schülergruppe des Münchner Luitpold-Gymnasiums während eines Skilagers auf der Rodelbahn Kreuzboden unterwegs. Zwei 13 Jahre alte Schülerinnen seien auf der 2,5 Kilometer langen Strecke im Skigebiet Rauriser Hochalmbahnen mit dem Schlitten abgefahren, als sie von der Piste abkamen und gegen einen Baum prallten.  

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Eines der Mädchen sei etwa 16 Meter tief über steiles Gelände im Wald abgestürzt, hieß es. Die Schülerin wurde mit einem Helikopter in die Universitätsklinik Salzburg geflogen, wo sie an ihren schweren Verletzungen starb. Die andere 13-Jährige wurde direkt an der Unfallstelle von Ersthelfern versorgt und dann nach Schwarzach geflogen. Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum sei sie zunächst auf einer Intensivstation behandelt worden, sagte ein Krankenhaus-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile sei sie in stabilem Zustand und auf eine Normalstation verlegt worden.

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Die Schülerinnen trugen laut Polizei Helme. Die Rodelbahn verlaufe getrennt von den Skipisten, sagte die Sprecherin. Wie es zu dem Unfall kam, war vorerst unklar. Die österreichische Alpinpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die Befragung der Mitschüler und Lehrer sei noch nicht abgeschlossen, so die Polizeisprecherin.

Pro Jahr werden in Österreich rund 280 Menschen in Rodelunfälle verwickelt, wie eine Statistik des Kuratoriums für alpine Sicherheit zeigt. Diese Daten, die sich auf den Zeitraum 2015 bis 2024 beziehen, umfassen Tote, Verletzte und Unverletzte. In dieser Zeit starben demnach jährlich im Schnitt zwei Menschen beim Rodeln.

Das Raurisertal - den Winter mit all seinen Facetten spüren
Das Raurisertal im Salzburger Land ist eine beliebte Skiregion (Archivbild)© Tourismusverband Raurisertal/Michael Gruber | ots

Junge auf selbst gebasteltem Schlitten prallt gegen Holzstapel

Bei einem weiteren Schlittenunfall ist am Sonntag in der Gemeinde Kuchelmiß im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ein elf Jahre alter Junge ums Leben gekommen. Den Angaben der örtlichen Polizei zufolge saß das Kind zusammen mit einem 13-Jährigen und einem elf Jahre alten Mädchen auf einem selbst gebastelten Plastikschlitten, der von einem Auto gezogen wurde.  Bei einem Fahrmanöver auf dem Schnee soll der 37 Jahre alte Autofahrer die Kontrolle verloren haben, woraufhin der Schlitten mit einem Holzstapel kollidierte.

Dabei wurde der 11-jährige Junge so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die zwei anderen Kinder wurden leicht verletzt. Gegen den Fahrer, der laut Polizei mit keinem der Kinder verwandt ist, wird wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt. Zur weiteren Ermittlung der Unfallursache in der Nähe der Gemeinde Kuchelmiß kam ein Sachverständiger zum Einsatz.

tok mit dpa