Robert Carradine ist tot. Der Schauspieler, der vielen Menschen aus seinen Rollen in „Die Rache der Eierköpfe“ oder „Lizzy McGuire“ ein Begriff ist, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Wie seine Familie nun in einem Statement mitteilte, hat er sich das Leben genommen.

Familie trauert um Robert Carradine: „Das war mein kleiner Bruder“

Wie „Deadline“ berichtet, erklärten die Angehörigen: „In einer Welt, die sich manchmal so dunkel anfühlen kann, war Bobby für alle um ihn herum immer ein Leuchtfeuer der Hoffnung. Wir sind untröstlich über den Verlust dieser wunderbaren Seele.“ Man wolle Roberts „tapferen Kampf gegen seine fast zwei Jahrzehnte andauernde bipolare Störung würdigen“ und hoffe, so das Bewusstsein für die psychische Erkrankung zu schaffen. Carradine hinterlässt drei Kinder: eine Tochter aus der Beziehung mit Susan Snyder und zwei weitere Kinder aus seiner Ehe mit Edith Mani.

Robert und Keith Carradine.
Robert Carradine mit seinem Bruder Keith Carradine im September 2022 in Los Angeles (Archivbild).© Getty Images for Quiver Distribution | Jesse Grant

Auch der Schauspieler Keith Carradine sprach gegenüber „Deadline“ ebenfalls über das langjährige Leiden seines jüngeren Bruders und betonte: „Es ist eine Krankheit, die ihn überwältigt hat, und ich möchte ihn für seinen Kampf gegen sie würdigen und seine schöne Seele feiern. Er war zutiefst begabt, und wir werden ihn jeden Tag vermissen.“ Keith, der vor allem aus seiner Rolle in „The Big Bang Theory“ bekannt ist, meinte, man werde Trost darin finden, wie witzig, weise und tolerant Robert sein konnte. „Das war mein kleiner Bruder“, schloss er.

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Robert Carradine stand in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Seine wohl bekannteste Hauptrolle war die des Lewis Skolnick in „Die Rache der Eierköpfe“. Auch in der Kinderserie „Lizzy McGuire“ hatte er eine prominenten Part inne. Er spielte dort von 2001 bis 2004 in 65 Folgen den Serienvater von Hilary Duff.

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Die Schauspielerin brachte ihre Trauer in einem Instagram-Post zum Ausdruck, in dem sie alte Bilder von sich mit Carradine teilte. „Es ist wirklich schwer, diese Realität über einen alten Freund zu akzeptieren. Die Familie McGuire strahlte so viel Wärme aus, und ich habe mich von meinen Filmeltern immer sehr umsorgt gefühlt“, so Duff. Für diese Fürsorge werde sie ihnen immer dankbar sein. Es erfülle sie jedoch mit tiefer Trauer, dass Robert gelitten habe, fügte die 38-Jährige hinzu.

Anmerkung der Redaktion

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.