Die französische Schauspielerin Nathalie Baye ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das bestätigte ihre Agentin Elisabeth Tanner der Deutschen Presse-Agentur. Französischen Medienberichten zufolge starb die Schauspielerin am Freitagabend in Paris. Die Schauspielerin litt demnach an einer Demenz-Erkrankung.

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Die Charakterdarstellerin („Eine pornographische Beziehung“) ist für die vielfältigen und mitunter gegensätzlichen Rollen berühmt, die sie in ihrer jahrzehntelangen Karriere verkörperte.
Baye wurde am 6. Juli 1948 in Mainneville in der Normandie geboren. Sie drehte mit Regiegrößen wie Jean-Luc Godard, Bertrand Blier und Xavier Dolan. Als ihr eigentlicher Entdecker gilt François Truffaut.

In „Die amerikanische Nacht“ spielte sie das Scriptgirl Joëlle und wurde damit über Nacht bekannt. In dem Psychodrama „Das grüne Zimmer“ schaffte sie 1978, nur knapp fünf Jahre später, den internationalen Durchbruch. Weitere Kassenhits folgten wie „Eine merkwürdige Geschichte“, „Der Verrat“ und „Schöne Venus“.
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In dem internationalen Kinohit „Catch Me If You Can“ spielte sie an der Seite von Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. In dem britischen Erfolgsfilm „Downton Abbey II“ über eine englische Adelsfamilie verkörperte sie eine französische Aristokratin.

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Nathalie Baye bezeichnete sich selbst als „Anti-Star“
Die mehrfach mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnete Schauspielerin, die auch immer wieder Theater spielte, war in Frankreich wegen ihrer Bescheidenheit beliebt. So bezeichnet sie sich selbst als „Anti-Star“ und eine Person „voller Gegensätze“. Ihre Tochter, die Schauspielerin Laura Smet, stammt aus ihrer Beziehung mit dem französischen Rockstar Johnny Hallyday, der 2017 starb.

Im Juli 2025 hatte Baye ihre Teilnahme an einer Wohltätigkeitsveranstaltung abgesagt. Ihre Tochter Laura Smet hatte damals Gerüchte über eine Erkrankung zunächst dementiert.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Baye als „Schauspielerin, mit der wir geliebt haben, geträumt haben und gewachsen sind“. „Mit ihrer Stimme, ihrem Lächeln und ihrer Bescheidenheit hat sie die vergangenen Jahrzehnte des französischen Kinos begleitet“, erklärte Macron am Samstag im Onlinedienst X.
afp/dpa/bee




































