Am Dienstagmorgen hat ein Erdbeben den Südosten Sloweniens erschüttert. Um 7:58 Uhr Ortszeit registrierten Messstationen den Erdstoß, dessen Auswirkungen weit über die Landesgrenzen hinaus spürbar waren. Die Erschütterungen reichten von Kärnten im Norden über Ljubljana bis in die kroatische Region um Karlovac. Unter anderem berichtet die Frankfurter Rundschau darüber.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Das Epizentrum lag etwa 54 Kilometer östlich der Hauptstadt Ljubljana, in der Nähe der Kleinstadt Sevnica. Über die genaue Magnitude herrsche jedoch Uneinigkeit. Während die slowenische Umweltagentur ARSO einen Wert von 3,3 ermittelte, kam das Portal erdbebennews.de auf 3,9. Der Erdbebenherd lag neun Kilometer unter der Erdoberfläche.

Auch interessant

Erdbeben in Slowenien: Bewohner spüren starke Erschütterungen

Mit Stufe IV auf der Europäischen Makroseismischen Skala ordneten Fachleute das Beben als „deutlich spürbar“ ein. Den Berichten zufolge bewegten sich Möbel, Menschen schreckten aus dem Schlaf. Risse in Gebäuden blieben jedoch aus. Betroffene beschrieben auf der Plattform des Europäisch-mediterranen seismologischen Zentrums (EMSC) ein wellenartiges Anheben des Bodens, begleitet von einem dumpfen Grollen. „Das Sofa, auf dem ich saß, begann plötzlich heftig zu wackeln“, berichtete ein Mann aus Šentjur. In Zagreb spürten Bewohner den Erdstoß noch im achten Stockwerk.

Wenige Stunden zuvor hatte bereits ein Erdstoß der Magnitude 3,2 die nahegelegene Region Kočevje erschüttert. Einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen konnte die ARSO bislang weder bestätigen noch ausschließen.

Lesen Sie auch

Erdbeben in Slowenien: Tektonische Kräfte sorgen für regelmäßige Beben

Obwohl Slowenien nicht als Hochrisikogebiet gilt, gehören Erdbeben hier zum Alltag. Die Ursache liegt in der tektonischen Lage. Die Adriatische Platte drängt gegen die Eurasische Kontinentalplatte. Entlang dieser Kollisionszone entladen sich regelmäßig tektonische Spannungen.