Papst Leo XIV. trägt stets das Foto eines getöteten Kindes mit sich. Das muslimische Kind habe beim Besuch des Papstes Anfang Dezember im Libanon ein Plakat mit einer Willkommensbotschaft für ihn getragen, erzählte das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag beim Rückflug von seiner elftägigen Afrika-Reise nach Rom. In der jüngsten Nahost-Eskalation sei der Junge dann getötet worden.

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Es müsse eine neue Kultur des Friedens gefunden werden, um den Tod vieler unschuldiger Menschen in Kriegen zu verhindern, forderte Leo XIV. Das Foto des Jungen, der beim Papstbesuch im Libanon in die Kamera strahlt und kürzlich dort durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran getötet wurde, machte in Sozialen Medien die Runde.
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Papst Leo: Flüchtlinge „nicht schlechter als Haustiere“ behandeln
Leo äußerte sich vor mitreisenden Journalisten auf dem Heimflug aus Äquatorialguinea, der letzten Station seiner Afrika-Reise. Das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken hatte bei seiner bislang längsten Auslandsreise in den vergangenen anderthalb Wochen Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besucht.
Angesichts der anhaltenden Fluchtbewegung aus Afrika nach Europa forderte er mehr internationale Anstrengungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen. „Wir müssen auf globaler Ebene zusammenarbeiten, um Justiz, Gerechtigkeit und Entwicklung voranzubringen, damit die Leute nicht in Richtung von Ländern wie Spanien emigrieren müssen“, sagte das Oberhaupt. Dazu müssten auch „große, reiche, multinationale Konzerne“ einen Beitrag leisten.
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Leo: Migranten verdienen Respekt
Heute werde Afrika von vielen noch immer als ein Kontinent betrachtet, dem man zur eigenen Bereicherung seine Bodenschätze und Reichtümer abnehmen könne, kritisierte Leo. Im Juni wird Spanien Ziel seiner nächsten Auslandsreise sein. Der erste Pontifex aus den USA will dann auch die Kanarischen Inseln besuchen, wo viele Flüchtlinge aus Afrika ankommen.
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Zu deren Schicksal sagte der Papst: „Das sind Menschen. Und wir müssen sie wie menschliche Wesen behandeln, auf menschliche Weise – und nicht schlechter als Haustiere, andere Tiere et cetera.“ Jeder Staat habe das Recht, an seinen Grenzen Regeln aufzustellen. „Ich sage nicht, dass alle kommen dürfen, ohne Ordnung. Manchmal sorgt das dort, wo sie ankommen, für ungerechtere Zustände als dort, wo sie abgefahren sind. Aber wenn Leute ankommen, verdienen sie Respekt wie jedes menschliche Wesen.“
daw mit kna/dpa









