Jens Spahn (CDU) ist Vater geworden. „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm“, bestätigte der 46-jährige Fraktionsvorsitzende der „Bild“-Zeitung. „Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen“, so der Politiker. Das Boulevardmedium veröffentlichte ein Foto von Spahn mit Ehemann Daniel Funke, das sie mit einem blauen Kinderwagen zeigt. Auch Funke postete das Foto auf seinem Instagram-Kanal mit der Bildunterschrift: „We Are Family ♥️“.
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Jens Spahn: Ehemann ist Vater geworden – „und ich mit ihm“
Das Kind ist den Angaben des Paares zufolge von einer Leihmutter aus den USA ausgetragen worden. Laut der Zeitung soll das seit 2017 verheiratete Paar dem engsten Freundeskreis in einem Brief von dem nun erfüllten Kinderwunsch berichtet haben. Demnach soll die Leihmutter eine Rolle im Leben des Kindes spielen. „Sie gehört nun quasi zur Familie und wird Georgs Lebensweg begleiten“, heißt es laut „Bild“ in dem Schreiben. Benannt ist das Kind nach dem Großvater von Jens Spahn. Er starb im April 2024 mit 77 Jahren.
Dem Bericht zufolge ist Funke der leibliche Vater. „Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht“, so der 44-Jährige gegenüber der „Bild“. Er zitiert in diesem Zusammenhang Ex-Fußballprofi Franz Beckenbauer: „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.“ Der Politiker und sein Mann befinden sich seit Anfang der Sommerpause im Bundestag in den USA und verbringen dort die erste Zeit mit ihrem Sohn. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz soll darüber in Kenntnis gesetzt worden sein, heißt es in der „Bild“.
Jens Spahn (CDU) ist überglücklich als Vater – seine Partei ist jedoch gegen Leihmutterschaft
Dass das Paar einen Kinderwunsch hat, war bereits länger bekannt. In einem Interview mit Pinar Atalay hatte Spahn im November 2025 erklärt, dass die Voraussetzungen bei dem Paar „sowieso noch etwas schwieriger“ seien. Denn in Deutschland sind Leihmutterschaft und auch die Vermittlung von Leihmüttern – anders als etwa in den USA – verboten. Wunscheltern machen sich in Deutschland jedoch nicht strafbar. Das Kind ist den Angaben zufolge biologisch der Sohn von Daniel Funke, der damit rechtlicher Vater des Kindes ist, sofern er die Vaterschaft anerkennt. Jens Spahn kann das Kind im Rahmen einer Stiefkindadoption adoptieren. Voraussetzung dafür ist in Deutschland jedoch die Zustimmung der biologischen Mutter.
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Noch im Jahr 2019 hatte das damals von Spahn geleitete Gesundheitsministerium eine Legalisierung von Leihmutterschaft strikt abgelehnt. „Die damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes ließen aus Sicht des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung im Sinne einer Gefährdung des Kindeswohles befürchten“, hieß es damals laut Bericht zur Begründung des Gesundheitsministeriums. Die FDP hatte eine teilweise Legalisierung der Leihmutterschaft gefordert.

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Auch der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck ist erst vor Kurzem per Leihmutter aus den USA Vater geworden. Wie Spahn ist er Mitglied der CDU, die Leihmutterschaft ablehnt. Auch die Frauen-Union spricht sich strikt gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft aus, möchte jedoch die Eizellspende unter bestimmten Voraussetzungen erlauben.





