Bekannt für traumhafte Strände und blaues Meer, ist die thailändische Ferieninsel Koh Samui auch unter deutschen Touristen sehr beliebt. Doch jetzt, mitten in der Hochsaison, müssen sich Bewohner und Urlauber auf mögliche Einschränkungen einstellen – das Wasser auf Koh Samui wird knapp. Aufgrund der anhaltenden Dürre und stark gesunkener Reserven haben die Behörden die Wasserversorgung mittlerweile rationiert. Es könne zeitweise zu Unterbrechungen kommen, berichtet die Zeitung „Bangkok Post“.

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Nach Angaben der örtlichen Wasserbehörde (PWA) ist die Trinkwasserproduktion infolge der ungewöhnlich langen Trockenperiode und des Wetterphänomens El Niño auf rund 40 Prozent der normalen Kapazität gesunken. Die Stauseen der Insel sind weitgehend geleert. Auch die Versorgung über eine Unterwasserleitung vom Festland reicht nicht aus: Täglich werden rund 16 000 Kubikmeter Wasser geliefert, der Bedarf liegt jedoch bei etwa 34 000 Kubikmetern.

Hotels und Firmen zahlen für Tankwagen

Die Wasserversorgung wird deshalb seit dieser Woche abwechselnd auf verschiedene Gebiete der Insel verteilt. Bürger und Unternehmen wurden aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen, Vorräte anzulegen und sich auf vorübergehende Ausfälle einzustellen. Viele Hotels und größere Betriebe kaufen nach Medienberichten inzwischen zusätzlich Wasser, das per Tankwagen auf die Insel gebracht wird. 

Das Innenministerium ordnete Sofortmaßnahmen an, um die Lage zu entschärfen. Unter anderem soll die täglich durch die Unterwasserleitung gepumpte Wassermenge erhöht und eine beschädigte Meerwasser-Entsalzungsanlage repariert werden. 

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Auf Koh Samui herrscht Hochsaison

Die Wasserknappheit trifft Koh Samui im Golf von Thailand ausgerechnet in der touristischen Hochsaison. Anders als in der Andamanensee mit Urlaubszielen wie Phuket, wo die Regenzeit im Juli und August viele Besucher abschreckt, herrscht auf Koh Samui und den Nachbarinseln Koh Phangan und Koh Tao in diesen Monaten meist vergleichsweise trockenes und sonniges Wetter. Entsprechend gut ist die Auslastung der Hotels.

Auf der Insel leben rund 70 000 Menschen. Während der Hochsaison halten sich nach Angaben der Tourismusbranche zusätzlich etwa 400 000 bis 500 000 Urlauber und Arbeitskräfte auf Koh Samui auf. Für das laufende Jahr werden mehr als vier Millionen Besucher erwartet. Die Ursachen der Wasserknappheit lägen nicht nur in der Dürre, sondern auch darin, dass die Wasserinfrastruktur mit dem rasanten Wachstum des Tourismus nicht Schritt gehalten habe, zitierten Medien Ratchaporn Poolsawadee vom thailändischen Tourismusrat.

Tatsächlich ist das Problem nicht neu: Schon seit Jahren kämpft die weltbekannte Insel immer wieder mit Wasserknappheit. Während der schweren Wasserkrise 2023 und 2024 kam in manchen Gebieten tagelang kaum oder gar kein Wasser mehr aus der Leitung.

pau/dpa