Kein technischer Defekt, sondern ein Sekundenschlaf des Fahrers soll am vergangenen Sonntag den schweren Busunfall im bayerischen Buchloe verursacht haben. Dabei waren zwei Menschen ums Leben gekommen und 17 weitere schwer verletzt worden. Der Reisebus mit insgesamt 33 Insassen war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn A96 von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen.

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Die Reisegruppe war in Mailand gestartet und auf dem Weg zum Oktoberfest nach München. Noch rund hundert Kilometer waren es bis zum Ziel, als sich die Fahrt innerhalb eines Augenblicks in eine Tragödie verwandelte. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um 58 und 27 Jahre alte Passagiere philippinischer Herkunft. Insgesamt wurden 19 Menschen verletzt. Der Busfahrer und ein weiterer Fahrer, beide Mitarbeiter des Unternehmens BtService aus Pinzolo im norditalienischen Trentino, blieben unverletzt.
Tod am Free-Fall-Turm
Oktoberfest war Ziel: Busfahrer vor Unglück auf A96 eingeschlafen
„Wir bedauern den tragischen Unfall sehr. Ein Ereignis dieses Ausmaßes hat es noch nie gegeben. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der Verletzten. Das Fahrzeug war überprüft worden, es gab keine technischen Defekte, der Fahrer ist eingeschlafen“, teilte die Busgesellschaft mit. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat zur Klärung des Unfallhergangs Gutachten in Auftrag gegeben. Gegen den Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Alkohol- und Drogentests fielen nach den vorliegenden Angaben negativ aus.
Der Fahrer verfügt nach Angaben des Busunternehmens über langjährige Erfahrung auf Fernstrecken. Er kannte die Strecke gut und war sie bereits mehrfach gefahren. Der 40-Jährige steht nach dem Unfall unter Schock und ist erschüttert über das Geschehen. Auch der zweite Fahrer, der mit ihm unterwegs war und zum Zeitpunkt des Aufpralls schlief, hatte bereits zuvor den Bus gelenkt. Er hatte das Fahrzeug rund drei Stunden vor dem Unfall an den 40-Jährigen übergeben. Die beiden unverletzt gebliebenen Fahrer kehrten bereits am Sonntagabend ins Trentino zurück.
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Gegen den Busfahrer wird nun wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Der Reisebus wurde inzwischen von den Behörden wieder freigegeben. Der Unfall hatte einen umfangreichen Rettungseinsatz ausgelöst. Mehr als 130 Feuerwehrleute, rund 130 Rettungskräfte und etwa 20 Polizeibeamte waren im Einsatz. Das Generalkonsulat der Philippinen in Frankfurt am Main sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Nach eigenen Angaben steht das Konsulat bereits mit einigen der betroffenen philippinischen Staatsangehörigen und deren Familien in Kontakt.







