Schleicht eine räuberische Großkatze um den Flughafen München herum? Vermutlich eher nicht. Denn bei der Suche nach einem mutmaßlichen Puma hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auch der Einsatz einer Wärmebildkamera keine neuen Erkenntnisse gebracht.

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Eine Polizeisprecherin erklärte am Donnerstagmorgen, die Kamera habe keine neue Spur ergeben. In der Nacht wurde das Gebiet im Notzingermoos in der oberbayerischen Gemeinde Oberding mit Wärmebildtechnik aus der Luft nach dem mutmaßlichen Puma abgesucht.
Zuvor hatten Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet (nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt) im Landkreis Erding (Bayern) am Mittwoch mit Hubschrauber, Drohnen und am Boden durchkämmt, ebenfalls ohne Erfolg. Die personelle Suche sei zum Einbruch der Dunkelheit gegen 19 Uhr beendet worden, sagte ein Polizeisprecher.
Puma nur Hauskatze? Fehlalarm bei Sicherheitsdienst
Zudem gab es einen Fehlalarm, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes habe ein verdächtiges Tier auf einem Kamerabild gesehen. Ein Hubschrauber wurde zur näheren Untersuchung geschickt, fand aber keine Großkatze. Das dort gesehene Tier sei wohl nur eine Hauskatze gewesen, hieß es.

Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Das Landratsamt betonte jedoch, es sei weiterhin unklar, um welche Tierart es sich handelt. Die Bilder würden weiter analysiert. Woher das Tier stammen könnte, ist ebenfalls unbekannt.
Tatsächlich ist die Haltung von Großkatzen in Deutschland nicht nur Zoos erlaubt. Was Privatpersonen gewährleisten müssen, wenn sie einen Puma halten wollen, und was gar nicht erlaubt ist, erfahren Sie hier.
Oft Fehlalarm bei vermeintlichen Raubkatzen-Sichtungen
Großkatzen-Sichtungen stellten sich in Deutschland in den vergangenen Jahren häufig als falsch heraus. Schlagzeilen machten etwa ein vermeintlicher Löwe in Berlin und eine Puma-Sichtung in Sachsen-Anhalt. In Berlin hatte eine Wildsau ihr Leben gelebt, der Puma entpuppte sich als Stubentiger. Mehrfach entpuppten sich vermeintliche Raubtiere zudem als Stofftiere, etwa in Cuxhaven und Frankfurt.
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Das Landratsamt rief die Bevölkerung dennoch zur Vorsicht auf. Wer das Tier sehe oder andere Erkenntnisse über den Aufenthaltsort habe, solle sich sofort bei der Polizei in Erding melden. Die Menschen in der Region wurden aufgerufen, Hunde nicht frei laufen zu lassen. „Und lassen Sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen“, informierte das Landratsamt auf Facebook.
pcl/dpa





