Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Koenigs Management melden, starb der Schauspieler am Sonntag im Beisein seiner Tochter und Nichte in seinem Haus in North Hollywood eines natürlichen Todes. Er wurde 90 Jahre alt.

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„Sein Talent, menschliche Wärme und unvergesslichen schauspielerischen Leistungen haben einen bleibenden Eindruck auf Generationen von Fans auf der ganzen Welt hinterlassen“, hieß es in einer Mitteilung des Managements. Koenig habe seine Fans mit „Optimismus, Humor und Abenteuergeist“ inspiriert. Der Schauspieler sei ein „Autor, Lehrer, aufmerksamer Mann und loyaler Freund“ gewesen, schrieb sein „Enterprise“-Kollege George Takei bei Instagram. 

Walter Koenig nahm „Star Trek“ zunächst nicht ernst

Koenig wurde am 14. September 1936 in Chicago als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren und startet Anfang der 1960er-Jahre seine Karriere. Der Durchbruch gelang ihm 1967 mit der Rolle des Pavel Chekov in der TV-Serie „Star Trek“. Sein Markenzeichen war der russische Akzent. Dabei habe er die Serie, die Kultstatus erreicht hat, gar nicht ernst genommen, bevor er selbst dazugestoßen sei, erzählte Koenig einmal in einem Interview. „Ich habe durch die Kanäle gezapt und Styropor-Steine gesehen - sie waren so offensichtlich aus Styropor - und habe gesagt: ‚Das muss doch gefälscht sein.‘ Ich habe dem Ganzen gar keine Chance gegeben.“

Mit an Bord der «Enterprise» waren unter anderem Captain James T. Kirk (William Shatner), Offizier Mr. Spock (Leonard Nimoy), Schiffsarzt Dr. Leonard „Pille“ McCoy (DeForest Kelley), Chef-Ingenieur Montgomery „Scotty“ Scott (James Doohan), Steuermann Lieutenant Hikaru Sulu (George Takei) und Kommunikationsoffizier Lieutenant Nyota Uhura (Nichelle Nichols). Chekov gehörte zu den Lieblings-Charakteren der „Enterprise“, und Koenig bekam nach eigener Aussage sehr viel Fanpost aus der ganzen Welt.

Schauspieler Walter Koenig gestorben
Walter Koenig und weitere Mitglieder der "Star Trek"-Crew 1988 - James Doohan, DeForest Kelley, Walter Koenig, William Shatner, George Takei, Leonard Nimoy und Nichelle Nichols (von links)© Bob Galbraith/AP/dpa | BOB GALBRAITH

Nach der Einstellung von „Raumschiff Enterprise“ 1969 erhielt Koenig weniger Rollenangebote und begann daher, auch als Drehbuchautor zu arbeiten. Der Erfolg als Schauspieler stellte sich ab 1979 wieder ein, als Koenig in sieben „Star-Trek“-Kinofilmen in seiner Paraderolle als Chekov mitwirkte.

„Star Trek“-Gemeinschaft lag Koenig sehr am Herzen

Im September 2012 wurde Koenig mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Bis zu seinem Tod war Koenig ein absoluter Liebling der „Star Trek“-Fans. Zwischen 2007 und 2015 spielte er auch in drei „Star Trek“-Fanfilmen mit. Die „Star Trek“-Gemeinschaft habe ihm immer sehr am Herzen gelegen, sagte Walter Koenig einmal in einem Interview. „Es waren nicht einfach nur, was man traditionell Nerds nennen würde. Es waren Menschen, die einen Sinn für Menschlichkeit und Gerechtigkeit hatten. Menschen, die Fantasie hatten und Monster mochten. Es war eine viel größere Gruppe als anfangs gedacht.“

1965 heiratete Koenig die Schauspielerin Judy Levitt, die 2022 starb. Das Paar hatte einen Sohn und eine Tochter. Sohn Andrew Koenig war ebenfalls Schauspieler und hatte unter anderem eine Rolle in der TV-Sitcom „Unser lautes Heim“ (1985-1992). 2010 wurde Andrew Koenig tot in einem Park in der kanadischen Metropole Vancouver gefunden.

fmg/dpa