„Mein Ehemann, Alexej Nawalnyi, wurde vergiftet.“ Damit beginnt die Videobotschaft der Witwe des toten Kremlkritikers. Biologische Materialien von dessen Körper wurden untersucht. Dabei habe sich herausgestellt, dass Nawalny wohl vergiftet wurde. Zu dem Ergebnis kamen Labore in zwei unterschiedlichen Ländern, wie Julia Nawalnaja in den sozialen Medien mitteilte. „Das sind keine leeren Worte, ich habe allen Grund, das auszusprechen. Diese Informationen gehören an die Öffentlichkeit – wir alle verdienen es, die Wahrheit zu erfahren “, schreibt sie dazu.
We managed to transfer Alexei’s biological materials abroad. Laboratories in two different countries conducted examinations. These laboratories, independently of each other, concluded that Alexei was poisoned. These results are of public importance and must be published. We all… pic.twitter.com/Sp8w1322gY
— Yulia Navalnaya (@yulia_navalnaya) 17. September 2025
Zweifel in Russland bereits kurz nach Nawalnys Tod
Im Januar 2021 wurde Alexej Nawalny unter viel Protest verhaftet und zu einer langjährigen Haft verurteilt – unter anderem aufgrund von Extremismus, kam er in das nordrussische Straflager „Polarwolf“. Die offizielle Version bis zum heutigen Tag lautet, dass er dort Mitte Februar 2024 plötzlich eines natürlichen Todes gestorben sei. Bei einem Spaziergang im Haftlager soll er herzbedingt zusammengebrochen sein und konnte nicht wiederbelebt werden.
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An der offiziellen Version gab es bereits wenige Stunden nach dem Tod des Kremls-Kritikers Zweifel. Nawalnys Körper wurde ohne eine unabhängige Autopsie auf einem Moskauer Friedhof begraben. Bereits im September 2024 meldete das russische Online-Medium „The Insider“ nicht nur neue Zweifel an dem „natürlicher Tod“ an, sondern hat nach Angaben des Chefredakteurs Roman Dobrochotow Hunderte offizielle Behördendokumente auswerten können: Sie deuten auf eine Vergiftung Nawalnys. So beschrieb ein erster Bericht, Nawalny habe über Magenkrämpfe und Bauchschmerzen geklagt, sich erbrochen.
„Dies sind typische Vergiftungssymptome. Deshalb haben sie alles entfernt, was bei Untersuchungen auf eine Vergiftung hinweisen könnte“, sagte Dobrochotow. Man habe alles entfernt und verschwinden lassen, was bei einer Untersuchung auf eine Vergiftung hinweisen könnte. „The Insider“ hat dafür alle Textdokumente aus dem russischen Gefängnis.
fmg/jan

![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, LUGANSK PEOPLE'S REPUBLIC - JULY 29, 2026: A serviceman from the military commandants office of the Lugansk People's Republic performs an air defence duty to protect the airspace of the Lugansk People's Republic. Alexander Reka/TASS] Air defence in Lugansk People's Republic, Russia](https://img.sparknews.funkemedien.de/412741926/412741926_1785999935_v16_9_1200.jpeg)



