Großbritannien will am Sonntag offiziell die Anerkennung eines Palästinenserstaats bekanntgeben. Die Regierung in London werde die Entscheidung im Laufe des Tages verkünden, berichteten mehrere britische Medien wie der Rundfunksender BBC und die Nachrichtenagentur PA übereinstimmend.
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte im Juli angekündigt, im September einen Palästinenserstaat anzuerkennen, sollte Israel nicht „substanzielle Schritte“ zur Verbesserung der Situation im Gazastreifen unternehmen. Dazu gehöre die Zustimmung zu einer Waffenruhe. Auch dürfe Israel nicht das besetzte Westjordanland annektieren.
Keir Starmer: Palästinensischer Staat als Beitrag zu einem Friedensprozess
„Ich habe immer gesagt, dass wir einen palästinensischen Staat als Beitrag zu einem Friedensprozess zu dem Zeitpunkt anerkennen werden, wenn dies den größten Einfluss auf die Zweistaatenlösung hat“, hatte Starmer damals gesagt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Starmer daraufhin vorgeworfen, die Anerkennung eines Palästinenserstaat sei eine Belohnung für den „monströsen Terrorismus“ und die Ideologie der „Dschihadisten“ von der Hamas.
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Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, bei der UN-Generaldebatte im September offiziell einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Großbritannien wäre dann das zweite Land der G7-Staaten, das einen Palästinenserstaat anerkennt. Deutschland plant dies bislang nicht.
Gaza-Krieg: Weitere Staaten könnten Großbritannien und Portugal folgen
Das portugiesische Außenministerium hatte bereits am Freitagabend angekündigt, die Anerkennung eines Palästinenserstaates am Sonntag offiziell bekanntzugeben.
Aktuelle News aus dem Nahen Osten
Frankreich und Saudi-Arabien richten am Montag im Vorfeld der UN-Generaldebatte am UN-Hauptsitz in New York zudem ein Gipfeltreffen aus, bei dem die Anerkennung eines Palästinenserstaats durch mehrere Länder bekanntgegeben werden soll. Neben Frankreich, Großbritannien und Portugal nannte ein Berater des französischen Präsidenten Macron Andorra, Australien, Belgien, Kanada, Luxemburg, Malta und San Marino.
afp/viv






