Selbst wenn Donald Trumps ambitionierte Blaupause vom „ewigen Frieden im Nahen Osten” am Ende unerreichbar bleiben sollte – die „Roadmap” dahin, die der US-Präsident jetzt seinem schwierigen Partner Benjamin Netanjahu aufgezwungen hat, ist in vielen Elementen der bisher überzeugendste Plan, um das vor zwei Jahren durch die Mordlust der Hamas gegen Israel ausgelöste Gemetzel in Gaza zu beenden.
Das ist zwar immer noch nicht friedensnobelpreiswürdig. Aber es ist ohne Einschränkung anzuerkennen.
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Angenommen, die Hamas beugt sich dem gewaltigen Druck gerade aus der arabischen Welt und willigt grundsätzlich ein, beginnen die endlosen Mühen der Ebene, die mit Odyssee nur unzureichend beschrieben sind.
Mit jedem der kleinen und großen Schritte, die in dem 20-Punkte-Plan stecken, wird es komplizierter und für Rückschläge und Sabotage anfälliger. Nur ein Beispiel: Angenommen, die Hamas entwaffnet sich nach Freilassung aller Geiseln unter der Supervision arabischer Staaten tatsächlich weitgehend selbst und schickt ihre noch lebenden Führungskader ins Exil, was letztlich die Voraussetzung für einen Rückzug der israelischen Armee ist, hängt vieles von der geplanten Stabilisierungstruppe ab. Und von der Güteklasse der technokratischen Zivilregierung, die im fast komplett zerstörten Gazastreifen den Milliardensummen kostenden Wiederaufbau für Millionen Entwurzelte in die Wege leiten soll.

Ob Donald Trump als Vorsitzender eines „Friedensrates” an der Seite des Briten Tony Blair hier die nötige Geduld, Ausdauer und Integrität mitbringt, um den seit Generationen tobenden Konflikt zum Frommen beider Seiten, Israelis wie Palästinenser, beizulegen, ist zumindest fraglich. Aber einen Versuch ist es wert.




