Israels Kriegsmarine hat Aktivisten-Berichten zufolge die private Flotte von Schiffen mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestoppt. „Die Global Sumud Flotilla wurde von israelischen Seestreitkräften angehalten“, teilte die Trägerorganisation in ihrem Telegram-Kanal mit.

Zuvor hatten Aktivisten auf Instagram geschrieben, dass Soldaten die ersten Schiffe geentert hätten. Die Gruppe von mehr als 40 Motor- und Segelbooten hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben auf 70 bis 80 Seemeilen dem Gazastreifen genähert. Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, die israelische Kriegsmarine habe die Flottille aufgefordert, ihren Kurs zu ändern. Sie warnte die Flotte, dass „sie sich einer aktiven Kampfzone nähert und gegen eine rechtmäßige Seeblockade verstößt“. Ein von Israel vorgeschlagener Transport der Hilfsgüter über Häfen außerhalb des Gazastreifens wurde laut Israel von den Organisatoren abgelehnt.

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Die „Global Sumud Flotilla“, die nach Angaben der Aktivisten rund 45 Motor- und Segelbooten umfasst, war Ende August in Barcelona gestartet. Die Teilnehmenden, unter ihnen die Schwedin Greta Thunberg, wollen nach eigenen Angaben Hilfslieferungen in den Gazastreifens bringen und gegen Israels militärisches Vorgehen in dem Küstenstreifen protestieren.

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Gaza-Flotille: Israel untersagt Anlegen im Gazastreifen

Italien und Spanien hatten angesichts der Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation Marineeskorten entsandt und die Aktivisten aufgefordert, nicht in die israelische Sperrzone einzufahren. Die spanische Eskorte werde „nicht in die israelische Sperrzone einfahren“, sagte der spanische Minister für digitale Transformation, Oscar López: „Unsere Botschaft an die Flottille war eindeutig: Fahrt nicht in diese Zone ein.“ Auch die italienische Marineeskorte stoppte demnach am Rand der Sperrzone; die Aktivisten bezeichneten das Vorgehen beider Länder als Versuch, ihre Bemühungen zu „sabotieren“.

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Israel hatte zuvor erklärt, ein Anlegen der Boote im Gazastreifen nicht zu erlauben. Bereits im Juni und Juli hatte der Staat zwei Versuche von Aktivisten unterbunden, Hilfsgüter auf dem Seeweg in den Gazastreifen zu bringen. Die israelische Armee stoppte die beteiligten Schiffe, nahm die Besatzungen fest und verwies sie des Landes. Nach israelischer Darstellung soll die Sperrzone verhindern, dass Waffen in die Hände der radikalislamischen Hamas gelangen.

dpa/AFP/kath