Nicht Donald Trump, sondern die Venezolanerin Maria Corina Machado ist die Trägerin des Friedensnobelpreises 2025. Dass der US-Präsident leer ausging, dürfte nur ihn selbst überrascht haben. Die Fristen waren längst abgelaufen und das ehrwürdige Komitee hatte entschieden, bevor der Friedensplan von Gaza überhaupt in Kraft treten konnte.

Der US-Präsident sollte dabei nicht zu enttäuscht sein. Es gilt die alte Regel: Die Gegner meines Feindes sind meine Freunde. Die neue Friedensnobelpreisträgerin kämpft wie er gegen das autokratische System von Venezuelas Präsident Maduro. Trump macht keinen Hehl daraus, dass er ihn loswerden will und militärisch derart Druck, dass Beobachter sogar einen Krieg nicht mehr ausschließen. Stürzen die USA Maduro, wäre die neue Friedensnobelpreisträgerin die erste Wahl als Präsidentin eines demokratischen Venezuela und damit eine politische Partnerin Trumps.

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Trump wird die Hoffnung nicht aufgeben

Und der US-Präsident muss die Hoffnung auf den Friedensnobelpreis nicht aufgeben. In einem Jahr wird man sehen, ob der Gaza-Friedenspakt überhaupt gehalten hat und der Hamas.-Terror beendet ist.

Jörg Quoos lehnt an einem Tresen.
Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke-Zentralredaktion© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Schon Yassir Arafat und Yitzhak Rabin hatten den Friedensnobelpreis für einen Friedensplan erhalten und das Ende ist bekannt: Arafat zündelte weiter und Rabin wurde ermordet. Der Frieden blieb ein schöner Traum.

Bei der nächste Vergabe 2026 wird man auch wissen, ob Trump Wladimir Putin die Stirn bieten und den blutigen Ukraine-Krieg befrieden konnte. Sollte beides gelingen, dann wäre der US-Präsident – wenn er der Demokratie treu bleibt - tatsächlich ein Kandidat, den das Nobel-Komitee in Betracht ziehen müsste.