Wer umsteigen will von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe, erlebt den deutschen Staat von seiner großzügigen Seite: 50 bis 55 Prozent übernimmt die Entwicklungsbank KfW in den meisten Fällen im Auftrag der Bundesregierung. Wer ein sehr niedriges Einkommen hat, kann sogar bis zu 70 Prozent seiner Kosten erstattet bekommen. Erst bei 30.000 Euro ist die förderfähige Summe gedeckelt, und siehe da: Genau so viel zahlen Verbraucher in Deutschland im Schnitt.

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Das legt einen Schluss nahe – Wärmepumpen in Deutschland sind zu teuer, und ausgerechnet der Staat sorgt mit seiner üppigen Förderung dafür, dass es so bleibt.

Bei marktgemachten Preisen sprechen die Vorteile von Wärmepumpen für sich

Dabei war der Plan, mit großzügiger Unterstützung möglichst viele Interessierte zum Kauf von Wärmepumpen zu bewegen, ja ursprünglich richtig. Die Geräte waren in der Debatte um das Heizungsgesetz erst zwischen die Fronten und dann in Verruf geraten. Die Förderung diente deshalb unter anderem dazu, abgeschreckte Kunden wieder zu erwärmen für Wärmepumpen. Schließlich ist die Regierung darauf angewiesen, dass Menschen auf erneuerbare Heizungen umsteigen, wenn die CO₂-Emissionen sinken sollen.

Theresa Martus / Funke Zentralredaktion
Theresa Martus, Korrespondentin Bundespolitik.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Doch der Blick ins Ausland zeigt, dass Kunden auch dann wechseln, wenn die Förderung niedriger ist. Weniger Förderung bedeutet mehr Wettbewerb unter den Anbietern und Handwerkern. Und zu marktgemachten Preisen sprechen die Vorteile der Geräte für sich.

Es ist deshalb jetzt Zeit, die Förderung anzupassen. Behutsam, ohne den sich gerade erholenden Markt wieder abzuwürgen. Das erfordert Fingerspitzengefühl, und ein glaubwürdiges Bekenntnis dazu, dass die Politik nicht doch durch die Hintertür wieder zurückwill zu fossilen Heizungen. Wenn das gelingt, braucht es auch weniger Großzügigkeit.