New York sucht einen neuen Bürgermeister für seine mehr als 8,4 Millionen Einwohner. Gute Chancen auf das Amt hat derzeit ein Mann, der in den USA für Schlagzeilen sorgt – und Trumps MAGA-Lager das Fürchten lehrt. Zohran Mamdani, ein Demokrat, der sich selbst als „demokratischer Sozialist“ bezeichnet und ein Programm im Gepäck hat, das für deutsche Wähler eher nach Sozialdemokratie klingt: Mietpreisbremse, kostenlose Kinderbetreuung und höhere Steuern für Reiche.
Auch Bill de Blasio galt einst als Teil des Linken Flügels der demokratischen Partei und regierte New York von 2014 bis 2021. Der ehemalige Bürgermeister muss also sicher etwas Interessantes über den jungen Newcomer zu sagen haben. Das dachte sich wohl ein Journalist der „Times of London“ und schrieb dem Ex-Bürgermeister eine Mail mit einigen Fragen. Dumm nur: Die Mail erreichte Bill DeBlasio und nicht Bill de Blasio (Sie haben richtig gelesen). Sie landete also bei einem Weinhändler aus Long Island und nicht beim ehemaligen Bürgermeister von New York.
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Bill DeBlasio machte sich laut dem britischen Portal „semafor.com“ einen Spaß aus der Sache und beantwortete die Anfrage des Journalisten. Er gab laut dem Bericht seine eher kritische Einschätzung zu den Steuerplänen des Bewerbers ab – und nutzte dafür sogar eine KI. „Es war alles nur ein Spaß. Ich hätte nie gedacht, dass es jemals gedruckt werden würde“, sagte DeBlasio gegenüber Semafor.
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Der Journalist der Times ließ sich allerdings täuschen und zitierte für seinen Bericht aus den Antworten. Diese wurden sogar von der renommierten „New York Times“ aufgegriffen, inzwischen allerdings richtiggestellt. Für die Zeitungen wurde der Witz damit zum PR-Debakel. Ob DeBlasios Kritik an Mamdanis Steuerplänen dem Bewerber geschadet haben, wird sich am kommenden Dienstag zeigen. Dann geht es für die New Yorker an die Wahlurne.
lro




