Die USA sind eine Klassengesellschaft. Und wohl kaum eine Familie verdeutlicht das so sehr, wie die des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy. Die Kennedys haben die US-Geschichte und die politische Klasse des Landes geprägt. Ihre Familie brachte einen Präsidenten, einen Justizminister, Senatoren und den aktuellen Gesundheitsminister hervor. Wobei letzterer den Namen der Familie zunehmend in Verruf bringt.
Anders will es Jack Schlossberg machen. Der 32-Jährige hat jüngst seine Kandidatur für das US-Repräsentantenhaus bekanntgegeben. Schlossberg tritt in New York an. Einer Demokraten-Hochburg und könnte tatsächlich Chancen haben. Denn der derzeitige Abgeordnete des betreffenden Bezirks will nicht mehr antreten. Gegenüber möglichen Mitbewerbern hat Schlossberg einen Vorteil: Er ist der Enkel des einstigen Präsidenten John F. Kennedy und dürfte allein mit dieser Abstammung für Schlagzeilen und Bekanntheit sorgen.
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Jack Schlossberg: Wer ist der Kennedy-Enkel?
Mehr als 725.000 Menschen folgen dem Kennedy-Sprössling schon jetzt auf Instagram. Dort verbreitet er sowohl politische Inhalte als auch Videos, die ihn nahbar und privat zeigen sollen, etwa beim Surfen. Bleibt die Frage: Wofür steht Jack Schlossberg?
Schlossberg dürfte wohl zu den wohlgeratenen Kennedys gehören. Anders als der derzeitige Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. fällt Schlossberg nicht mit Impfskepsis und Verschwörungstheorien auf. Sein ganzer Name lautet John Bouvier Kennedy „Jack“ Schlossberg. Schlossberg ist 1993 geboren und ein waschechter Millennial. Seine Mutter, Caroline Kennedy, ist die Tochter von John F. Kennedy, den Nachnamen hat Jack von seinem Vater, dem Designer Edwin Schlossberg. Jack Schlossberg ist studierter Jurist und arbeitete auch als Autor für verschiedene Zeitungen und Magazine.
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Schlossberg suchte Nähe zu Demokratischem Establishment
Als Mitglied des Kennedy-Clans wuchs Schlossberg äußerst privilegiert auf Manhattans Upper East Side und Martha’s Vineyard auf. Er besuchte die Collegiate School, gründete bereits als Schüler eine Umweltinitiative („ReLight New York“) und schnupperte als Praktikant im Senat früh die Washingtoner Luft.
Schlossberg studierte Geschichte an der Yale Universität, arbeitete in Japan bei Rakuten und Suntory, und schloss später ein Jurastudium an der Elite-Universität Harvard ab. Seit 2023 ist er als Anwalt im Staat New York zugelassen.
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Als Autor und Kommentator schrieb er für „Time“, „The Washington Post“, „Politico“, „Vogue“ und das „New York Magazine“. Seit 2024 arbeitet er als politischer Korrespondent für die „Vogue“. Politisch engagiert er sich seit einigen Jahren in der Demokratischen Partei: Er trat 2020 gemeinsam mit seiner Mutter Caroline bei der Democratic National Convention auf, unterstützte Joe Biden und später Kamala Harris, während er sich öffentlich gegen die Kandidatur seines Cousins Robert F. Kennedy Jr. stellte. Auf Elon Musks Plattform „X“ positioniert er sich immer wieder als moderater Reformer. So bezeichnet er sich beispielsweise als Kapitalist, forderte aber gleichzeitig staatliche Reformen für mehr Wettbewerb und zur Regulierung von Großkonzernen.
lro








