Das könnte bei Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, die auf seiner früheren Privat-Insel in der Karibik über Jahre missbraucht worden sind, böse Erinnerungen wachrufen: Die Demokraten im Repräsentantenhauses von Washington haben am Mittwoch Dutzende Fotos und Videos von dem zu den Amerikanischen Jungferninseln gehörten Eiland ins Internet gestellt.
Sie geben zum ersten Mal einen Einblick in den Luxus, den sich der 2019 unter dubiosen Umständen in einer New Yorker Gefängniszelle gestorbene Multimillionär und Ex-Freund von Präsident Donald Trump fernab der New Yorker Heimat gegönnt hat.
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Epstein-Opfer: „Er würgte mich wiederholt, bis ich das Bewusstsein verlor“
Die Fotos zeigen ein üppiges Anwesen samt Schwimmbad und Palmen mit erhabenem Blick aufs Meer. Das Ressort auf „Little St. James“, im Jargon der Epstein-Feinde „Lolita Island genannt“, war nach Justizakten Schauplatz vieler Sexualstraftaten, die Epstein hier allein oder in mittelbarem Beisein von Wirtschaftsführern und Politikern begangen haben soll. Bill Gates, Bill Clinton und andere Prominente sollen laut Ermittlungsakten mehrfach auf Epsteins Insel logiert haben. Beide beteuern, von den Straftaten nichts gewusst zu haben.
Virginia Giuffre, eines der prominentesten Opfer von Epstein, schrieb in ihren Memoiren, dass sie mit 18 Jahren zum ersten Mal auf der Insel war und dort von einem Politiker brutal vergewaltigt worden sei. „Er würgte mich wiederholt, bis ich das Bewusstsein verlor, und hatte Freude daran, mich um mein Leben fürchten zu sehen. Schrecklicherweise lachte der Premierminister, als er mir wehtat, und wurde noch erregter, als ich ihn anflehte, aufzuhören“, schrieb sie über Epstein und einen namentlich nicht genannten Staatschef.
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Bilder von Epstein-Anwesen: Was passierte auf dem Zahnarzt-Stuhl?
Die Fotos zeigen neben mehreren Schlaf- und Badezimmern auch einen Raum mit einem Zahnarztstuhl, an den Wänden hängen verstörende Masken von Männer-Gesichtern. Auch ein Festnetztelefon mit Vornamen auf den Kurzwahltasten, darunter etwa „Larry“, was auf den ehemaligen Finanzminister Larry Summers schließen lassen könnte, der eng mit Epstein verbandelt war, hat in Washington Aufmerksamkeit erregt. „Diese neuen Bilder geben einen beunruhigenden Einblick in die Welt von Jeffrey Epstein und seiner Insel. Wir veröffentlichen diese Fotos und Videos, um die Transparenz unserer Ermittlungen zu gewährleisten und dabei zu helfen, ein vollständiges Bild von Epsteins schrecklichen Verbrechen zu zeichnen“, sagte Robert Garcia, leitender führende Demokrat im zuständigen Kongress-Ausschuss.
We will continue to release documents and files as we receive them. The survivors deserve justice and the truth.
— Congressman Robert Garcia (@RepRobertGarcia) 3. Dezember 2025
We need the Department of Justice to release all the files, NOW. https://t.co/b65vjOnFxL
Mit der Veröffentlichung weist die Opposition darauf hin, dass Trumps Justizministerium nach Parlamentsbeschluss gezwungen ist, bis 20. Dezember alle noch nicht veröffentlichten Epstein-Akten freizugeben. Es wird befürchtet, dass die Akten, die über Monate in Obhut von Justizministerium und FBI waren, so bearbeitet und gesäubert wurden, dass etwa über die Beziehung von Epstein zu Trump keine für den amtierenden Präsidenten schädlichen Nuancen bekannt werden.
Um tiefer in Epstein Leben in der Karibik einzutauchen, hat der Ausschuss den Generalstaatsanwalt der Jungferninseln, Gordon Rhea, um Mithilfe gebeten. Epstein soll dort sein Beziehungs-Netzwerk genutzt haben, um Strafverfolgungsbehörden zu bestechen.
Anmerkung der Redaktion
Von (häuslicher) Gewalt betroffene Personen können sich an die Telefonseelsorge wenden. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. Das Opfer-Telefon des Weißen Rings ist unter 116 006 erreichbar. Opfer und Zeugen von häuslichen Gewalttaten können – bei Tag und Nacht – über den Notruf 110 Hilfe holen.
Frauen erhalten zudem Unterstützung beim bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ der Bundesregierung unter der 116 016. Der Anruf ist kostenlos und auf Wunsch anonym. Über die Internetseite www.hilfetelefon.de können sich Betroffene zudem online per E-Mail oder Chat beraten lassen.
Das Männerhilfetelefon ist unter der bundesweiten Telefonnummer 0800 123 99 00 zu erreichen. Hilfe erhalten Betroffene auch im Internet auf der Seite der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz.





