Sie werden immer schöner, die Weihnachtsmärkte. Mit Lichtinstallationen, die Bäume in Farben tauchen und Food-Angeboten, die weit über die obligatorische Bratwurst zum Glühwein hinausragen. Mit Posaunenchor, Kinderchor und echtem Kunsthandwerk.
Anders gesagt: Es ist der Dreiklang aus Event, Stimmung und Konsum, der uns in der Vorweihnachtszeit dazu antreibt, uns mit Freunden und Familie auf einem meist ziemlich überfüllen Platz zu treffen. Und wenn die Menschenmassen durch die Gassen wabern, auf der Suche nach dem Schmuckstück für die Tochter oder einen paar neuen Anhängern für den Weihnachtsbaum, dann wabern wir mit, langsam und geduldig, und genießen das Licht und Posaunenchor.
Terrorgefahr: Was, wenn einer das Maschinengewehr rausholt?
Wäre da nicht das diffuse Gefühl: Was, wenn jetzt einer das Sturmgewehr rausholt? So wie beim Chanukka-Fest am Bondi-Beach in Sydney. Sind die Eingänge gesichert? Gibt es Poller, Hindernisse, damit sich Magdeburg nicht wiederholt? Schließlich wurden erst am Wochenende Anschlagspläne auf den Markt in Dingolfing bekannt.
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Tatsächlich sind Weihnachtsmärkte im Visier von Terroristen, die unsere westlichen Werte, unsere Religion, unseren Lebensstil angreifen wollen. Ein Weihnachtsmarkt hat da eine besondere Symbolkraft. Es ist also gut und wichtig, wachsam zu sein. Die Sicherheitsbehörden sind es, das hat Dingolfing gezeigt. Wie bei allem im Leben bleibt aber ein Restrisiko.

Unsere Angst: Das ist das Ziel der Terroristen
Wenn wir nun aus Angst vor Anschlägen zu Hause bleiben, haben Terroristen ihr oberstes Ziel erreicht: Unser Sicherheitsgefühl zu zerstören und damit das kaputt zu machen, was unsere Gesellschaft ausmacht.
Das Gute ist: Unsere Gesellschaft lässt sich dann doch nicht so leicht beirren. Sie feiert, sie geht in Konzerte, sie tummelt sich in den Einkaufsstraßen, quetscht sich in Busse. Insofern ist es ein gutes Zeichen, wenn Weihnachtsmärkte so richtig voll sind.
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Und, seien wir ehrlich: Die größte Gefahr sind der Zucker um die gebrannten Mandeln, das Fett in den Pommes und der Alkohol im Punsch. Und erst recht die Fahrt hin und zurück, ob mit dem Auto oder dem Rad. Zum Glück hören da eingefleischte Weihnachtsmarktbesucher schon gar nicht mehr hin.



