In neu veröffentlichten Akten zum Fall Jeffrey Epstein findet sich eine E-Mail, die im August 2001 an Epsteins langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell gesendet wurde und erneut die Aufmerksamkeit auf den ehemaligen Prinzen Andrew lenkt, berichtet die BBC. Andrew soll engen Kontakt zu dem Sexualstraftäter Epstein gepflegt haben.
Die Nachricht stammt demnach von einer E-Mail-Adresse mit dem Alias „The Invisible Man“ und wurde laut den Dokumenten aus dem schottischen Balmoral, dem Sommersitz der britischen Königsfamilie, verschickt. In der E-Mail heißt es unter anderem, der Absender befinde sich im „Sommercamp für die königliche Familie“.
A. fragte Maxwell nach „unangemessenen Freunden“
Maxwell wird gefragt, ob sie „neue, unangemessene Freunde“ organisiert habe. Die Nachricht ist mit „A xxx“ unterzeichnet. Maxwell antwortete noch am selben Tag und erklärte, sie habe lediglich „angemessene Freunde“ finden können. Die Umstände legen zumindest den Verdacht nahe, dass Maxwell und der Unbekannte sich über minderjährige Mädchen ausgetauscht haben könnten.
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Weitere freigegebene Unterlagen zeigen, dass zwei E-Mail-Adressen mit dem Alias „The Invisible Man“ in Epsteins Unterlagen auftauchen. Eine davon ist in Epsteins Telefonbuch einem Kontakt mit der Bezeichnung „Duke of York“ zugeordnet. Auch spätere E-Mails aus dem Jahr 2002 tragen laut BBC eine ähnliche Signatur.
Prinz Andrew bestritt stets jegliches Fehlverhalten
Die Dokumente selbst enthalten nach Angaben der BBC keine direkten Hinweise auf strafbares Verhalten. Der britische Sender bat das Büro von Andrew Mountbatten-Windsor um eine Stellungnahme. Der frühere Herzog von York hatte seinen militärischen Rang und die öffentliche Nutzung seines Titels im Jahr 2020 im Zuge der Untersuchungen zu seinen Verbindungen zu Epstein niedergelegt.

Prinz Andrew hat wiederholt jegliches Fehlverhalten bestritten. Er erklärte, er habe weder Verhalten beobachtet noch vermutet, das später zu Epsteins Verhaftung und Verurteilung geführt habe.
FMG





