Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Weihnachtsansprache zu Zuversicht aufgerufen. „Wir brauchen Mut, um immer wieder neu anzufangen.“, sagte Steinmeier in der vorab veröffentlichten Rede, die am 25. Dezember im Fernsehen gezeigt wird. Das gelte „für die großen Dinge, die wir uns als Gesellschaft vornehmen und für die kleinen Dinge, bei denen jede und jeder von uns sein Bestes gibt.“
Die zentrale Botschaft des Weihnachtsfests sei das Licht in der Dunkelheit. „Darum freuen wir uns so über Weihnachten. Es macht unser Leben erwartungsvoller, froher, wärmer, zuversichtlicher“, sagte Steinmeier. „Mit solcher Zuversicht haben wir die Kraft, uns für unsere Welt und für unsere Mitmenschen einzusetzen.“ „Nichts Gutes ist zu klein, als dass es nicht die Welt ein Stück heller machen könnte.“
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Steinmeier erinnert zu Weihnachten an Ukraine-Krieg
Weihnachten sei eine Zeit der Gemeinschaft und der Solidarität. Letztere gelte nicht nur Familie und Freunden, sondern etwa auch den Ukrainerinnen und Ukrainern, gegen die Russland seit fast vier Jahren Krieg führe. Die Gespräche der vergangenen Tage über Wege zu einem Frieden würden von vielen erwartungsvoll, aber auch mit Skepsis und Sorge verfolgt. „Immer wieder gab und gibt es Zeichen von Hoffnung und Grund zur Zuversicht“, betonte Steinmeier.
Die Europäer seien sich ihrer Stärke und ihrer Werte neu bewusst geworden. Freiheit und Menschenwürde, gerechter Frieden und demokratische Selbstbestimmung, das seien Dinge, die sie nicht aufgäben, „nicht für uns, nicht für unsere Partner und Freunde“, versicherte er.
Steinmeier regte zudem an, sich um offene Gespräche zu bemühen. „Wenn wir uns gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Orientierung, nach Zielen machen, können wir viel gewinnen“, sagte er -, „wenn wir dabei andere mit echtem Interesse zu Wort kommen lassen und sie nicht nur mit dem behelligen, was wir selber schon immer für richtig halten.“
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„Ein Funke Mut“: Pfadfinder bringen Friedenslicht nach Deutschland
Steinmeier verwies dabei auch auf das diesjährige Motto „Ein Funke Mut“ der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die das Friedenslicht aus Bethlehem nach Deutschland bringen. Das Motto sei „ein Wunsch für uns alle“, sagte der Bundespräsident. „Wir brauchen Mut, um immer wieder neu anzufangen.“
„Weihnachten heißt auch Schenken und Beschenktwerden“, betonte Steinmeier weiter. „Wir leben in großem Maße doch von dem, was wir uns nicht selber geben können.“ Für andere da zu sein, gebe gleichzeitig „unserem Leben Erfüllung und Sinn“.
dpa/epd/afp/os






