Im Dezember 2025 wurde ein für Deutschland militärisch wichtiger Standort eröffnet. Mitten in der Annaburger Heide, an den Bundesländergrenzen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, konnte mit „Arrow 3“ ein neues Luftabwehrsystem der Bundeswehr in Betrieb gehen. Damit sollen feindliche Flugkörper außerhalb der Atmosphäre zerstört werden können. Nun wurde ein gravierender Sicherheitsvorfall bekannt.
Drohnen über Bundeswehr-Gelände: Unbekannte fliegen über Radaranlage
Wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung des Abwehrsystems am 3. Dezember könnte das Gelände womöglich ausspioniert worden sein. Gleich mehrere Drohnen wurden über dem Gebiet gesichtet. Das zeigen Recherchen von WDR und NDR. Demnach habe die Bundeswehr eine interne Untersuchung zu dem Vorfall durchgeführt. Aus dem schriftlichen Dokument gehe hervor, dass am 1. Dezember gegen 16.40 Uhr drei Drohnen unbekannten Typs in rund 100 Metern Höhe über der Radaranlage des Waffensystems gekreist haben sollen.
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In dem Bericht werde weiter erklärt, dass die Drohnen von einem technischen Detektionssystem der Bundeswehr entdeckt worden seien. Anschließend sei das „Schnelle Reaktionselement“ (SRE) Heer aktiviert worden. Ein Einsatztrupp des SRE habe als Nächstes eine Aufklärungsdrohne zum Gelände geschickt. Eine der verdächtigen Drohnen konnte gesichtet werden. Sie wurde zum Abschuss freigegeben. Doch anschließend soll sich die Spur schnell verloren haben, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die Drohne geriet außer Sicht.
Drohnenschutz: Bundeswehr kann Überflug trotz Spezialwaffe nicht stoppen
Der Versuch, sie mit einem Sturmgewehr G27P mit einer speziellen Zieloptik Modell Smash X4, die in Israel eigens für die Drohnenbekämpfung entwickelt wurde, auszuschalten, sei ohne Erfolg geblieben. „Die Drohne konnte nicht durch die eingesetzten Drohnenabwehrmittel bekämpft werden“, wird der Bundeswehrbericht zitiert. Über mögliche Tatverdächtige werde in dem Bericht nichts erwähnt.
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Laut Bundeswehr solle es sich bereits um den zweiten Drohnenüberflug über der Anlage in Annaburg handeln. Das System Arrow, das außerdem in Israel und den USA zum Einsatz kommt, dient der Früherkennung von gefährlichen Flugkörpern. Die Anlage solle mit Blick auf eine mögliche Bedrohung durch Russland in der Lage sein, den gesamten osteuropäischen Raum zu schützen. Bis 2030 soll Arrow durch zwei weitere Standorte in Schleswig-Holstein und Bayern voll einsatzbereit sein.
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Drohnenangriffe: Bundeswehr vermutet gezielte Ausspähung
Es handele sich also kaum um ein zufälliges Ziel, so die Einschätzung der Bundeswehr. Man halte eine „beabsichtigte Ausspähung“ für wahrscheinlich. „Ebenfalls wahrscheinlich sei ein Zusammenhang mit der Veranstaltung zur Einweihung des neuen Anti-Raketensystems zwei Tage später mit hochrangigen Gästen“, heißt es in dem Bericht.
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Anfang des Jahres 2025 war es zu mehreren Drohnensichtungen in Schleswig-Holstein gekommen. Damals geriet der Bundeswehrstandort ins Visier von Drohnen. Und auch bei diesem Vorfall sollen die Abwehrmaßnahmen der Bundeswehr vor Ort versagt haben. Auf dem Gelände waren auch ukrainische Soldaten an „Patriot“-Systemen ausgebildet worden.
Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Zahl der Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen oder Flughäfen stark zugenommen. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat allein im Jahr 2025 mehr als 1000 verdächtige Drohnenflüge über Deutschland erfasst, wie die Tagesschau berichtet.





![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)


