Nach den jüngsten Militärmanövern Chinas rund um Taiwan sorgt China nun für weiteren Gesprächsstoff. Angeblich soll der Tarnkappenjet Chengdu J-20 zum Einsatz gekommen sein. Die chinesische Armee teilte mit, dass der Kampfjet während der großangelegten Operation „Justice Mission 2025“, die Ende Dezember 2025 stattfand, unentdeckt operierte.

Taiwan widerspricht dieser Darstellung vehement und vermutet eine gezielte Desinformationskampagne. Das Magazin „Flug Revue“ berichtete über die Ereignisse.

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Chinas J-20: Keine Sichtung durch Taiwans Luftabwehr?

Die J-20 „Mighty Dragon“ flog Medienberichten zufolge während der Militärübungen um die Insel Taiwan, ohne von taiwanesischen Radarsystemen entdeckt zu werden. Das sei ein Beweis der Effektivität der chinesischen Tarnkappentechnologie, heißt es aus Peking. Ein Video, das während der Übungen veröffentlicht wurde, zeigte den Jet über einer nicht näher bestimmten Landschaft. Chinesische Analysten behaupten, hierbei handele es sich um eine Region in der Nähe des taiwanesischen Pingtung-Stützpunkts.

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Taiwanesische Verteidigungskräfte äußerten sich nicht direkt zu dieser Darstellung. Sie registrierten während der Manöver zahlreiche chinesische Militärmaschinen, darunter Jets des Typs J-16, konnten aber keine J-20 bestätigen. Das taiwanesische Parlamentmitglied Wang Ting-yu zweifelt indes an der Echtheit des veröffentlichten Videos und vermutet, die Aufnahmen seien vielmehr auf dem chinesischen Festland entstanden.

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Taiwan: Desinformationskampagne vermutet

Taiwan deutet die chinesische Darstellung demnach als Teil psychologischer und informationeller Kriegsführung. Das Video werde in prochinesischen Kanälen verbreitet und solle Taiwan sowie seine westlichen Verbündeten einschüchtern.

Eine unabhängige Bestätigung der chinesischen Aussagen fehlt weiterhin, weshalb bisher unklar bleibt, ob die J-20 tatsächlich innerhalb oder nahe taiwanesischen Gebiets operierte.