Für Donald Trump ist die Annexion Grönlands derzeit das wohl wichtigste Thema. Und so wundert es nicht, dass die Drohungen des US-Präsidenten, die Insel im hohen Norden zu übernehmen, nicht nachlassen. An Bord der Air Force One hatte er zuletzt gegenüber Journalisten gesagt, „auf die eine oder andere Weise“ werde er Grönland schon bekommen. Eine militärische Übernahme mag zwar auch für den 79-Jährigen nicht das erste Mittel der Wahl sein – aber es wird immer deutlicher, dass sie für Trump auch nicht ausgeschlossen ist.

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Und so soll Trump laut der britischen „Daily Mail“ derzeit einen Plan erarbeiten lassen, wie Grönland eingenommen werden könnte, sollte sich die unabhängig agierende Regierung auf der Insel nicht auf einen Deal einlassen. Demnach habe er das sogenannte Joint Special Operations Command (JSOC) – Teil des US-Militärs, das für Spezialeinsätze zuständig ist – angewiesen, einen „Invasionsplan“ auszuarbeiten. Der Auftrag zur Übernahme Grönlands durch die USA stoße jedoch auf Gegenwehr beim Generalstab der US-Streitkräfte.

Trump-Pläne: Militärische Übernahme sei „verrückt und illegal“

Die US-Stabschefs würden sich gegen den Auftrag wehren, mit der Begründung, eine militärische Übernahme sei illegal und würde beim Kongress keine Unterstützung erhalten, schreibt die „Daily Mail“ und zitiert dabei einen Insider: „Sie haben versucht, Trump abzulenken, indem sie über weniger kontroverse Maßnahmen sprachen, wie etwa das Abfangen russischer ‚Geisterschiffe‘.“

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Eine Quelle soll zudem gesagt haben, die Generäle hielten Trumps Grönlandplan für „verrückt und illegal“. „Deshalb versuchen sie, ihn mit anderen großen Militäroperationen abzulenken. Sie sagen, es sei, als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln“, zitiert das Blatt einen Diplomaten.

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Grönland, Trump und die AfD
Rambo Zambo – Der Merz-Podcast
 

Eskalationsszenario: Grönland-Konflikt könnte Nato destabilisieren

Entstanden sei laut Bericht ein Plan, der mehrere Szenarien enthält. Unter anderem solle ein „Eskalationsszenario“ durchgespielt worden sein. Demnach könne Gewalt oder politischer Zwang angewendet werden – mit dem Ziel, die Verbindungen Grönlands zu Dänemark aufzubrechen. Grönland wird zwar politisch autonom verwaltet, gehört jedoch zum Königreich Dänemark. Das Eskalationsszenario gelte als die schlimmste aller Möglichkeiten und könne zur Zerstörung der Nato von innen heraus führen.

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Mehrere Nato-Staaten wie Großbritannien hatten sich zuletzt für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen „Arctic Sentry“ (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

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Grönland bleibt eigenständig: Dänemark schließt US-Übernahme aus

Erarbeitet wurde auch ein „Kompromissszenario“, laut dem Dänemark den USA vollen Zugang zu Grönland gestatten und im selben Atemzug China und Russland verweigern würde. Amerika hat bereits jetzt Zugang zur Insel und betreibt dort einen Militärstützpunkt.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat mehr als deutlich gemacht, dass Grönland kein Interesse an einer Übernahme durch die USA hat. Im Gegenteil. „Grönland gehört Grönland“, wird Frederiksen von der Bild-Zeitung zitiert. Allein die Bevölkerung könne über seine Zukunft und Zugehörigkeit entscheiden.

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Meine schwerste Entscheidung
 

Deutschland signalisiert Bereitschaft für mehr Nato-Einsatz in der Arktis

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hatte erst gerade grundsätzliche Bereitschaft für einen größeren Beitrag Deutschlands zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt. Die richtigen Antworten müssten im Nato-Rahmen gefunden werden, sagte der CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp auf dem Weg in die USA einlegte. An diesem Montag empfängt US-Außenminister Marco Rubio Wadephul in Washington. Trumps Drohungen gegenüber Grönland dürften dabei eine wichtige Rolle spielen.

mit dpa