Am Mittwoch kommen in Washington Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen und Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance zusammen, um über die sicherheitspolitische Lage in der Arktis sprechen. Doch statt auf Diplomatie setzt US-Präsident Donald Trump erneut auf Provokation.
Auf den Plattformen X und Instagram veröffentlichte das Weiße Haus am Dienstag eine Fotomontage, die Trump im Oval Office zeigt. Im Hintergrund: eine riesige Karte Grönlands.
Zusätzlich sorgte ein Vorstoß der Republikaner für Empörung. Der Abgeordnete Randy Fine kündigte an, ein Gesetz in den Kongress einbringen zu wollen, das dem Präsidenten erlauben würde, „alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um Grönland zu annektieren“. Politische Beobachter halten eine Mehrheit dafür allerdings für äußerst unwahrscheinlich. Sowohl innerhalb der Republikaner als auch bei den Demokraten gibt es erheblichen Widerstand gegen entsprechende Pläne.
News aus den USA
„Habe diese Dummheit satt“: US-Senatoren auf Schadensbegrenzungskurs
Währenddessen bemühen sich Teile der US-Politik um Schadensbegrenzung. Eine Delegation von US-Senatoren reist nach Kopenhagen, um die Partnerschaft mit Europa zu unterstreichen. Der republikanische Senator Thom Tillis äußerte sich ungewöhnlich deutlich und sagte vor dem Senat, er habe „diese Dummheit satt“. Er wünsche sich „gute Ratschläge für diesen Präsidenten“. Die Debatte um Grönland lenke ab „von der guten Arbeit, die er leistet.“

Auch aus Nuuk kommt klare Kritik. Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen betonte auf Facebook, die Nato müsse Grönland als Teil des Königreichs Dänemark schützen. Zwar zeige das internationale Interesse die strategische Bedeutung der Insel, doch machte Nielsen unmissverständlich klar: Grönland sei eine demokratische Gesellschaft, die ihre Entscheidungen selbst treffe – „auf Grundlage des Völkerrechts“.
Trump hatte zuletzt erklärt, er wolle „einen Deal machen“, fügte jedoch warnend hinzu: „Wenn wir es nicht auf die einfache Art tun, werden wir es auf die harte Art tun.“ Wie mehrere US-Medien berichten, soll der Präsident sogar militärische Szenarien prüfen lassen. Offiziell bestätigt wurde dies nicht.







