- Donald Trump hat bestätigt, dass die „USS Abraham Lincoln“ eine Armada gegen Iran führt
- Damit hat das Regime in Teheran ein ernsthaftes Problem bekommen
- Was kann der stählerne Koloss?
Machen die Amerikaner Ernst? Donald Trump hat dem Regime in Teheran unverholen gedroht: Die Mullahs müssten verhandeln – sonst bekämen sie die Macht des US-Militärs zu spüren. Im Zentrum dieser Drohgebärden steht ein Schiff: die „USS Abraham Lincoln“, Spitzname „Abe“. Immer wieder hatten Medien in den vergangenen Wochen über einen Einsatz des Superträgers im Nahen Osten berichtet; auch der US-Präsident hatte Andeutungen gemacht, dass eines der größten Kriegsschiffe der Welt auf dem Weg in Richtung Iran sei.
Zuletzt wurde Trump immer deutlicher, ohne aber konkret zu werden. Er sprach von einer „massiven Armada“, die größer sei als jene, welche den Sturz und die Verhaftung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro erzwang und jetzt die Gefolgschaft der neuen Regierung sicherstellt.
Die Mullahs haben damit nun eine der mächtigsten Waffen der Welt direkt vor ihrer Haustür. Was steckt in dem Superträger?
Bis an die Zähne bewaffnete schwimmende Stadt
Die „USS Abraham Lincoln“ ist ein Schiff der Nimitz-Klasse. Der Träger wird von zwei Kernreaktoren betrieben, was besonders lange Einsätze ermöglicht. Ihr Kapitän ist Captain Daniel J. Keeler. Er ist verantwortlich für das 102.000 Tonnen schwere Schiff und seine Besatzung: Rund 5500 Frauen und Männer unterstehen seinem Kommando.
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Keeler ist der Bürgermeister einer schwimmenden Kleinstadt, mit eigener Infrastruktur. Ein Krankenhaus, Friseursalons, ein Postamt mit eigener Postleitzahl, Fernsehsender und Tageszeitung, eine Polizei, sowie ein Starbucks und ein Kino versorgen die Besatzung auf oft monatelangen Einsätzen.
Einer der prominentesten Gäste an Bord: Superstar Tom Cruise. Der Schauspieler war für Dreharbeiten zu „Topgun: Maverick“ auf dem Schiff. Cruise unterhält eine enge Verbindung zur Navy, ist sogar Ehren-Marineflieger.
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Mit rund 332 Metern Länge, 40 Metern Breite und einem Tiefgang von 11,3 Metern sind schon die Dimensionen der Abe – so der Spitzname des Schiffes – beeindruckend. Knapp drei Football-Felder hätten auf dem Deck Platz.
Im Rumpf der „USS Abraham Lincoln“ findet neben der Besatzung der Carrier Air Wing 9 Platz: Zwischen 60 und 75 Kampfjets, Aufklärer und Hubschrauber bilden den Kern der Schlagkraft des Trägers. Dazu gehören auch die F-35-Tarnkappenjets der US-Navy.

Das Schiff verfügt zudem – neben weitreichenden Sensoren und Radaren – über eine Reihe eigener Waffensysteme, die der Selbstverteidigung gegen Raketenbeschuss dienen.
Der Einsatz der „USS Abraham Lincoln“ ist teuer: Eine Betriebsstunde kostet samt den Flugzeugen bis zu 200.000 US-Dollar, rund 330.000 US-Dollar für den gesamten Verband.
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Herz einer mächtigen Kampfgruppe
Die „USS Abraham Lincoln“ entfaltet ihre Schlagkraft aber niemals alleine: Wie alle Flugzeugträger der US-Navy ist sie das Herz eines Einsatzverbandes, der Carrier Strike Group (CSG).
Die besteht üblicherweise aus mehreren Lenkwaffenzerstörern und einem U-Boot; die Aufgabe des Verbandes ist zunächst der Schutz des Flugzeugträgers. Er kann aber auch mit Marschflugkörpern weit entfernte Ziele angreifen und U-Boote jagen.

Zusammen übernimmt die CSG zentrale Aufgaben der US-Außenpolitik. Sie dient der Machtprojektion der US-Regierung in alle Regionen der Welt – die wenigsten Staaten können einer solchen Einsatzgruppe effektiv etwas entgegensetzen. So kann Washington seine politischen Interessen durchsetzen, im Zweifel ohne, dass ein Schuss fällt.
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Zwangsinstrument gegen das Mullah-Regime
Denn schon die Anwesenheit einer CSG wirkt abschreckend auf Feinde der USA – und beruhigend auf deren Verbündete. Als die Hamas im Oktober 2023 Israel überfiel, schickte die Biden-Regierung eine Carrier Strike Group ins Mittelmeer. Ein unmissverständliches Zeichen an die Verbündeten der Terrormiliz, nicht in den Konflikt einzugreifen – und gegebenenfalls einen Flächenbrand im Nahen Osten auszulösen.

Auch der aktuelle Einsatz der „Abraham Lincoln“ im Nahen Osten dient der Abschreckung: Die US-Regierung will verhindern, dass das Mullah-Regime festgenommene Demonstranten in Schauprozessen hinrichtet. Teheran hat zuletzt signalisiert, dass es dazu nicht kommen soll – der Superträger und seine Einsatzgruppe können dafür sorgen, dass die Mullahs ihr Wort halten.







