Überraschende Nachricht aus Berlin: Die Bundeswehr ist deutlich gewachsen. Wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag mitteilte, dienten nun 184.200 Frauen und Männer in der aktiven Truppe. „Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Außerdem ist die aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr“, sagte Pistorius der Deutschen Presseagentur.
Den Verteidigungsminister dürfte das in seinem Kurs, den Wehrdienst freiwillig zu halten, bestätigen. Der SPD-Politiker hatte sich nach längerer Debatte gegen Positionen bei den Koalitionspartnern CDU und CSU durchgesetzt, die eine vollständige Rückkehr zur Wehrpflicht fordern.
Neuer Wehrdienst: Bundeswehr soll kräftig wachsen
Der neue Wehrdienst setzt auf eine Mischung aus Musterung aller jungen Männer, aber freiwilliger Verpflichtung zum Dienst an der Waffe. Diese sollen über – unter anderem – finanzielle Anreize vom Wehrdienst überzeugt werden.
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Hintergrund ist eine geplante Aufstockung der Truppe von derzeit etwa 180.000 auf rund 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten bis Mitte der 2030er Jahre. Hinzukommen sollen 200.000 Reservistinnen und Reservisten. Grund sind neue Vorgaben der Nato, die wegen der russischen Bedrohung auch von der Bundeswehr erwarten, dass sie im Krisenfall mehr Soldaten und mehr Waffen für das Bündnis bereitstellen kann.
pcl/dpa



