Mit einer menschenfeindlichen und rassistischen Äußerung sorgt eine hochrangige US-Bildungspolitikerin derzeit im Bundesstaat New Hampshire für einen Eklat. Kate Noble, Vorsitzende des Bildungsausschusses im US-Repräsentantenhaus, sprach sich in einem privaten Chat für Rassentrennung an Schulen aus. Die Nachrichten wurden öffentlich – doch Noble erklärt, das alles ganz anders gemeint zu haben.

So teilte die US-Bildungspolitikerin in einem Statement mit, dass sie keine Rassentrennung, sondern die Trennung von Schulen nach Parteizugehörigkeit unterstütze. Ihre Stellungnahme war jedoch nicht weniger konfrontativ: „Es ist schon amüsant, wie die Demokraten Empörung vortäuschen, wo ich doch dachte, sie würden die Selbstverwaltung ihrer Schulen befürworten – mit Bibliotheken voller Pornografie und biologischen Männern in Mädchensportarten und -toiletten“, ergänzte Noble in ihrer Erklärung, die über das Büro der Republikaner im Repräsentantenhaus verbreitet wurde, und bezog sich dabei wohl auf öffentliche Schulen.

US-Bildungspolitikerin Noble soll sich privat für Rassentrennung ausgesprochen haben

Den Anstoß für den Eklat gab eine Recherche der Nachrichten-Plattform „Granite Post“, die vor einigen Tagen den privaten Chat von Noble mit dem Namen „EdPolicy2026“ beim Messengerdienst „Signal“ veröffentlicht hatte. Darin schrieb die Userin mit dem Namen „Kristin Noble“: „Wenn wir getrennte Schulen haben, können wir all die lustigen Sachen hinzufügen, lol.“ Für „getrennte“ nutzt die Userin das englische Wort „segregated“, was auf die formelle Rassentrennung in den USA bis zum Jahr 1964 anspielt. In einer zweiten Nachricht ergänzte mutmaßlich die US-Bildungspolitikerin: „Stellt euch nur die Ergebnisse vor, wenn wir Schulen für sie und einige für uns hätten.“

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Die lokale Tageszeitung „Concord Monitor“ in New Hampshire hakte bei Noble nach und wollte wissen, ob die Nachrichten wirklich von ihr stammen. Doch die US-Politikerin vermied eine klare Antwort und wich aus. Sie sei sich sicher, dass es noch mehr Kontext dazu gebe, sagte Noble lediglich.

Statement nach rassistischer Äußerung offenbart republikanische Vorstellungen beim Schulsystem

Die mutmaßlich von Noble getätigte rassistische Äußerung ist schwer misszuverstehen. Gleichzeitig verdeutlicht die Republikanerin in ihrem Statement einmal mehr die Ausrichtung der konservativen Partei hinsichtlich der Zukunft im Bildungssystem. So sagte Noble auch: „Wenn die Demokraten ihre eigenen Schulen hätten und wir unsere, bräuchten Familien das äußerst erfolgreiche Programm zur Bildungsfreiheit nicht in Anspruch nehmen.“ Das wäre eine „Win-Win-Situation“.

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Dass auch Donald Trump das Bildungssystem umkrempeln will, ist kein Geheimnis. Der US-Präsident setzt sich ebenfalls für eine Privatisierung der Schulen ein und will den Bundesstaaten unter anderem durch die Abschaffung des Bildungsministeriums mehr Kontrolle verschaffen.