Die Abschiebepolitik der US-Einwanderungsbehörde ICE sorgt in Minneapolis erneut für Empörung und Proteste. Nach einem weiteren tödlichen Zwischenfall eskalierten die Demonstrationen jüngst: Bundesbeamte gingen mit Schlagstöcken und Blendgranaten gegen die Protestierenden vor.

Am Samstag erschossen ICE-Beamte den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti. Laut Heimatschutzministerium habe er sich gewaltsam widersetzt. Augenzeugen und Videos aus verschiedenen Perspektiven widersprechen dieser Darstellung jedoch.

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Das Ministerium sprach dennoch von einer Situation, „wo jemand maximalen Schaden anrichten und ein Massaker an Polizisten verüben wollte“. Stephen Miller, stellvertretender Stabschef des Weißen Hauses, bezeichnete Alex Pretti auf der Plattform X als „Attentäter“. Vizepräsident JD Vance unterstützte diese Aussage, indem er den Beitrag teilte.

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„Judge Dredd“: Sylvester Stallone ist Polizist, Richter und Henker

Die Brutalität und vermeintliche Willkür der Beamten bei ihrem Vorgehen gegen sowohl Migranten als auch Demonstrierende wirken wie Szenen aus einem dystopischen Film – wie dem Science-Fiction-Streifen „Judge Dredd“ von 1995.

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In dem Film übernimmt die titelgebende Figur, gespielt von Sylvester Stallone, gleichzeitig die Rolle von Polizist, Richter und Henker. Entscheidungen werden unmittelbar gefällt, Strafen direkt vollzogen. Was damals als irre Fantasy galt, scheint bei den Einsätzen der Grenzschutzbehörde ICE erschreckend real geworden zu sein.

Widerstand gegen Trumps Abschiebepolitik wächst

Die Parallelen zu „Judge Dredd“ drängen sich förmlich auf: Die ICE-Beamten agieren mit weitreichender Machtbefugnis und scheinen kaum regulierbar zu sein. Die Abschreckung durch Gewalt und Stärke lässt sich leicht als bewusstes Mittel zur Einschüchterung interpretieren.

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Trotzdem ruft die Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump – auf die diese Einsätze zurückgehen – derzeit massiven Widerstand im gesamten Land hervor. Nach dem zweiten Todesfall innerhalb weniger Wochen – die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good wurde Anfang Januar erschossen – wächst die Ablehnung.